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tion sich zunachst auf das Subjekt beziehen kann. R. Dehmel, Gesamm. Werke III (Fischer, Berlin 1919} S. 47: Jener Augen* bliek, nach jenem letzten Bilde, als er sie am Handgelenk heranrisz, noch zitternd vor schaffendem Entzüeken, und ihr den neuen Ausdruck zeigte, der sie last entratselte. Vgl. dazu auch Behaghel, Synt. II, § 763b. und G. S. Overdiep, a. a. O. S. 214, 217, 230 und 248.

Bei der Anwendung von Mittelwortfügungen *) musz man also stets auf der Hut sein. Und erst recht der Hollander, der bei der Ubersetzung aus seiner Muttersprache ins Deutsche immer eine Warnungstafel vor sich aufgestellt sieht, die ihn zwar ermahnt, mit dem Gebrauch der Partizipialbildungen vorsichtig zu sein, ihm aber nicht zugleich auch die Wege zeigt, welche er dabei zu gehen hat. fiiner der bisher noch nie eingehend besprochenen Punkte ist der Gebrauch der attributiv nachgestellten Partizipfalstruktur. Die letzte und m. E. zuverlassigste Auflage der „Hochdeutschen Sprachlehre für Niederlander", von H. C. Spruyt, neubearbeitet von J. Verwer (Groningen, 1922) sagt darüber S. 108: Auch in rein attributiver Bedeutung, ohne Beziehung auf das Pr&dikat, werden die Partizipien dem Substantiv zuweilen selbstandig nachgestellt. Sie können sich dann auf jeden Satzteil beziehen: Dies sollten Worte bleiben, in die leere Lult gespro ch en. Eine Art Tür, aus Schilt und Binsen g ef l o ch t e n, trennte ein kleines Gemach von einem groszen Raum. Sie hörten in der Ferne eine Stimme, schwebend zwischen Rui und Gesang, etc. und fahrt dann fort: Diese Konstruktionen sfhd im Deutschen noeh weniger beliebt. Vgl. Dit werk, met zooveel moeite tot stand gebracht: Dieses mit soviel Mühe zustande gebrachte Werk. Deze schrijver, door de geheele beschaafde wereld beroemd: Dieser in der ganzen gebildeten Welt berühmte

1} Natürlich sind nicht allein die Part. die Urheber grammatischer Verstösze oder stilistischer Ungenauigkeiten. Auch andre Wortarten können sie veranlassen. Mir fallt z. B. der Stoszseufzer Bodmers ein (in seinem Brief an Gottsched vom 30. Julius 1738), dasz der Titel: Miltons Verlust des Paradises getadelt worden sei, weil er zu verstenen gebe, dasz Milton selbst das Paradis verloren habe. Dasselbe liesze sich auch von Miltons Verlorenes Parodie behaupten. Der Vers Uhlands leh kampfte aus Hasz der Sttidte (Werke I, Bibliogr. Institut S. 251) ist, weil es die Wahl zwischen Subjekts- und Objektsgenitiv offen laszt, mindestens ebenso anfechtbar wie Noch zuckend mit des Panthert Zahnen, zerreiszen sie des Feindes Herz in Schillers Lied von der Glocke.

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