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der und Satzabschnitte; letztere können selbstandig im Satze auftreten, indem sie durch eintretende kurze Pausierung im Vortrage von den übrigen Satzteilen abgesondert werden. *) Eine Mittelstufe zwischen Satzglied und Satz kann auch das Attribut darstellen. Er nennt das satzwertige Attribut Appositiv (Zusatz). Im II. Kapitel: Verwendung der Wortarten und Wortformen zur Bildung von Satzgliedern und Satzen, S. 603 ff, schreibt er dem P. Pras. das Vermogen zu, in satzwertiger Eigenschaft als Appositiv (als Stellvertreter eines Nebensatzes) zu fungieren und laszt dann einige pradikative Belege folgen: B l u tt r i e f e n d sank der Hirt zur Erde. F lakker nd ateigt die Feuersaule, etc. S. 619 unterscheidet er beim P. Prat. ein attributives und pradikatives Attribut. Das erste faszt er auf als Vertreter eines Relativnebensatzes, das zweite sei in einen Konjunktionalsatz aufzulösen. Im letzten Punkte kann ich ihm wohl beistimmen; warum er aber für das P. Pras. eine Ausnahme macht, ist nicht recht klar. Indem ich mich nun an Blatz anschliesze, nenne ich rein attributive Partizipialkonstruktionen diej enigen ersten und zweiten Mittelwortfügungen 2), welche sich n u r in einen Relativsatz auf lossen lassen. Ermöglichen Zusammenhang und Rhythmus eine kausale Beziehung auf das Pradikat, so habe ich diesen schwankenden Belegen eine kurze Andeutung zwischen Klammern beigegeben. Zum Vergleich habe ich auch hie und da Konstruktionen mit dem Adjektiv herangezogen, weil diese sich hier im Grunde doch nicht anders verhalten als die Partizipia. Namentlich Verbaladjektive wie gleich, (ahnlich), gel ie d er t, und erganzungsbedürftige Beiwörter: voll fgefülltj, oer gl eichb ar, würdig kommen in dieser Stellung haufig vor (Blatz § 81, Anm. 3). Ich lasse aus eigner Lektüre noch ein paar Belege folgen: Aber der Sohn, in vielem folgsam und gelehrig, entwickelte doch in der Tiefe eine andre Gesinnung (L. v. Ranke); Die Kaiserwürde werthl o s in der Hand eines kleinen Herrn, bot einer Groszmacht mannigtache Handhaben (H. v. Treitschke, Deutsche Ge¬

il Nicht zu verwcchseln mit flektierten adnominalen Fügungen, wie Essays, die den Charakier von Vortragen, ge hal t enen oder nichtgehaltenen, an sich tragen (G. Rümelin).

2) Obwohl nicht ganz einwandfrei, deute ich bequemlichkeitshalber die Konstruktionen mit dem Part. Pras. als erste, die mit dem Part. Prat^SB» zweite Mittelwortfügungen an.

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