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Die alteste niederlandische Prosa.

Die ersten ndl. Prosatexte sind entweder Urkunden oder Übersetzungen literarischer Werke. Beide Gruppen stehen fast ausnahmslos unter dem unmittelbaren Einflusz des Latein. In dem Sammelwerk: Hansisches Urkundenbuch I, bearbeitet von K. Höhlbaum (Halle 1876), sind die altesten Urkunden in dieser Sprache verfaszt (aus den Jahren 974 bis 1252), und auch der weitere Teil dieses Bandes enthalt nur ein paar ndl. (oder ndd.) und französische Dokumente. Erst S. 149 taucht das erste niederlandische Schriftstück auf. Es ist eine 1252 von Grafin Margarethe von Flandern und ihrem Sohn Guido bestatigte Zollrolle für die Warendurchfuhr bei Brügge und Thouront, in drei Sprachen: Latèin, Hollandisch und Flamisch abgefaszt und synoptisch wiedergegeben. Dem Charakter des Dokumentes entsprechend, werden hier in der langen Reihe von sehr genau bezeichneten Kaufwaren wiederholt Partizipialkonstruktionen angewendet, um möglichst grosze Kürze des Ausdrucks zu erzielen. Der lateinische Wortlaut (I) ist für den holl. (II) und flam. (III) Text bestimmend gewesen:

150: I currus.... pellium non l i g a t ar u m nee empta-

r um — III een waghen mit een ghebont vellen niet ghe-

bonden no gh e c o ch t; ib. 151 Navis cum lana, lignis..., vino, wolde (gelber Farbstoff) cum remige retro pendente 48 ad introitum, in latere pendente2§— III So wat dat een man coopt te sire cledinghe mit laken, was, wulle, hout, wiin eder woude, dat roeder bachten scepe hanghende heeft, 2§ ten incommene, in die side hanghende 281); ib. 152 Telma vel tunna varii operis non vendita 4$ — III eene tine jot tonne grauwercs niet vercoft 4 §; i\? De sacco lano vendito et ponderato — II Van den zacke wullen verkocht ende gheweghen; ib. centenum magnum wolde v endite pon-

1) Neben der attrib. Struktur der lat. Vorlage hat III eine pradikative, abhangig von heef t (dat het roer op zij van het schip heeft hangen), oder unangeschloesene: een scip, dat roeder in die side hanghende.

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