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Part. necessitatis ib. 455,6 ein volc da zuo g e b a e r e das ez des grales pflaege.

Die ersten Mittelwortfügungen sind bei Ruusbroec weniger zahlreich. Sie sind aber alle typisch für den Stil der damaligen religiösen Schriften. Die angemerkten utekerende, nedergae nd e, inwert sie nd e, nedergaende, brennende, werkende, dienende, levende, bei andern auch haufig wonende,1) verdanken alle der kontemplativen Weltanschauung der Kleriker des 9. bis 11. Jahrhunderts, und spater dem beschaulichen Denken und Schreiben der Mystiker zum weitaus gröszten Teil ihre Entstehung. Sie wechseln alle mit Fügungen in periphrastischen Verbindungen ab, und gehen vermutlich auf lateinische Strukturen: m a n e n s(esse); s p e ct an s, e xie ns, proven i en s, ffilius ex patre) pr o c edens, agens, serviens (f amul ans), fervens, arde n s, s p i r a n s u. dgl. zurück. 2) Sie sind im Ahd. schon so üblich, dasz sie auch ein lat. Prasens oder Impf. umschreiben: Otfrid II, 1,5 verbum e r at apud deum — sö was zo wort w onantiêr allen zitin worolti (vgl. K. Rick, a. a. O., 1905, S. 19).

Der Einflusz der Vulgata laszt sich deutlich nachweisen in dem Satze I, 38,15 Ende ghi sult maken, van houte van sethym, tafelen s t a e nd e des tabernakels, ende iegewelke sal hebben .x. cubituse in die lingde: Vuig. Facies.... et tabulas s t ant e s tabernaculi. Hs. D hat dafür st ae nd e tafelen, C tafelen oft berderen recht op wert stande des tabernakels3). Die letzte Fassung ist entschieden besser als die erste: sie verleiht

1) Tatian 14.6 videris spiritum descendentem et manentem super eum — thu gisihist geist nidarstigantan inti uuonêntan ubar inan steht pradikativ, dagegen attr. ib. 163,4 ther tater in mir uuo nên t i; Luther, Sendbrieff, 12 die sich nar knechte Christi ynn yhm wonend ... nenneten. Bei T a u 1 e r (Deutsche Texte des M. A., Bnd. IX, Berlin, 1910, hsg. von F. Vetter) fand ich nur wenig Belege. Als Beweis, wie innig die Wechselbeziehungen zwischen dem attr. Partizip und der periphr. Verbindung damals waren, {«ihre ich an ib. 299,6 der sun u s ga n d e und doch inne blibende, neben einer andern Fassung: wie der sun u s ga n d e ist und doch inne blibende. Vgl. J. Holmberg a. a. O. 150.

2) Für die formelhafte Verwendung der lat. Fügungen manentes, habit ante s, c om mor ant e s (in Wohnortsangaben), subsequentes, succedentes (in Zeitbestimmungen), oder andern Wendungen: in causis nos tangent ib u s, u. dgl. vgl. J. Holmberg, 149.

3) Die Vulgatstelle Joh. 8,9 remansit solus Jesus, et muiier in medio stans, Stb. en Jezus werd alleen gelaten, en de vrouw in 't midden staande,

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