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kanzleimaszige 310 die Eingabeenth altend den Vorschlag einer Bedeichung (N). *)

Als typische Verbeter des historischen Stils habe ich L. von Ranke, Th. Mommsen und H. v. Treitschke herangezogen. Ranke, der Verfasser vielbewunderter historischer Portrats, der gern mit behaglichem Verweilen einen Charakter oder eine Situation zeichnet, baut ganz einfache Perioden; Mommsen konstruiert verwickeltere Gebilde nach lateinischer Art, in H. von Treitschkes pathetisch-rhetorischen Satzen schreiten die historischen Helden mit groszem Geprange vorbei. Mommsen, der Schleswiger, gebraucht das Partizipium nur sehr selten. Auszer in dem ersten „taciteischen" Satz, (vgl. oben S. 58) sucht man in seiner Römischen Geschichte beinahe vergebens nach einem Beleg, wahrend die mitteldeutschen Ranke (aus Thüringen) und v. Treitschke (Dresden) sie mit Masz anwenden. Ranke, Zeitbilder und Charakteristiken (Deutsche Bibliothek, Berl in, o. J., S. 1-175) 20 Herodot, an der asiatischen Küste in einer Stadt geboren, die usw. (N); 34 eine allgemeine Kindschaft gleichweit entternt von den beiden religiösen Begriffen (N; Adj.); 52 ein Mann,...., mehr unternehmendals vernünftig (N; Adj.); 57 In dem Stato, in dieser engen Bedeutung gefasz t, liegt das eigentümlichste Institut dieser Re-

publik (D; restriktiv); 62 Kleine Soldatenabteilungen j e d e

mit einem besondern Eerman ausgerüstet, zogen von Ort zu Ort (N; vereinzelnd gebraucht); 86 Konrad Koch, genannt

Wimpina (N); ahnlich 154 (N); 92 zwei Katheder , mit Tep-

pichen behangt (A); 128 Zwei Argumente, , nahe

1) Die pradikativen Fügungen dieser Novellen beziehen sich auf ein Zeitwort des Sagens (vgl. Immermann und Freytag). Einige stehen ohne Erganzungen, aber werden durch die Interpunktion und den Ton geschützt: m e i n e n d, wissend und unwissend: Bnd. II, 122 Nachdem Lisei und ich eine Weile, nicht wissend, was wir beginnen sollten usw., und I, 565 mein Bruder redete mir zu, unwissend, wie er die Ungeduld in meinem Herzen schürete. Die Wendungen mit wissend erhalten durch die Pause und den Akzent, durch den Hinweis auf das notwendig Folgende veranlaszt, gröszere Selbstandigkeit als die mit sagend, sprechend, werd end u. dgl. und sind dadurch auch viel üblicher geworden (Vgl. H. Paul, Gr. IV. 4 S. 71 u. 72). Meistens sind sie von einer Partikel begleitet: wohl wissend, unwissend, nicht wissend. Andere Belege: P. Heyse, Über allen Gipfeln 256; Kunstwart 1923 IV, 142; R. Huch, Ursleu 67; G. Meyrink. Das grüne Gesicht 188; Th. Mann, Buddenbrooks II, 470 usw.

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