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misch bedingt, sind die an sich überflüssigen Fügungen entf er nt, gelegen (liegend) und bestimmt, vgl. oben S. 69.

Es liegt in der Natur der attributiven Fügung, dasz sie sich dem beschreibenden Stil, dem sogenannten nominalen Stil, (vgl. u. a. H. Naumann, Kurze hist. Syntax, Trübners philol. Bibl., Bnd. 2, S. 101 ff.) am meisten eignet. Im verbalen oder erzahlenden Stil kommt sie bei den Maler-Poe ten, überhaupt bei den „Augenmenschen", am meisten vor.

Was die Gründe betrifft, die zu ihrem Gebrauch veranlassen können, zeigen beide Schwestersprachen grosze Ubereinstimmung. Als solche waren u. a. zu erwahnen:

I aus ze re Gründe:

a. Abhangigkèit von der Vorlage (Ubersetzungen).

6. Ausflusz einer bestimmten Literaturströmung (Humanismus).

c. Herkommen, Gewohnheit, Mode, oft in formelhafte Erstarrung ausartend (in Urkunden, vgl. unten).

II innere Gründe:

- o. Streben nach Abwechslung:

1 mit koordinierten Hauptsatzen, bei mehreren aufein- anderfolgenden Handlungen; vgl. Stb.;

2 mit Relativsatzen, vgl. Ruusbroec;

3 mit Konjunktionalsatzen, vgl. Goethe;

4 mit andern Satzgliedern, z. B. Prapositionalbestimmungen, vgl. Arij Prins;

5 Vermeidung allzu haufiger Auxiliarverben, vgl. Goethe;

b. Streben nach gedrangter Kürze:

1 in Aufzahlungen; vgl. die Zollrolle, oben S. 41;

6 mal; ge gossen 5 mal; besetzt 13 mal; zusammengesetzt

8 mal; bedeckt 25 mal; verbunden 21 mal; bekleidet (an ge t an, ge huilt, gewickelt) 19 mal; durchzogen, (-flochten, -wir kt, -s tromt) 16 mal; um geb e n (-saumt, -r ahmt c.t.) 30 mal; ge sand t (geschickt) 15 mal; erbaut (auf ge führt u. dgl.) 15 mal; beladen 11 mal; versehen 5 mal; gefüllt 10 mal; gefaszt (eingefaszt) 10 mal; gelegen 10 mal; geschehen 9 mal; hero or ger ut en es.

9 mal; gefen t)n ommen 5 mal.

Part. Pras.: betreffen d(e) 10 mal; e nt hal t e nd 5 mal; dienend, leb end, wohnend, bl e ib e nd, liegend, sitz end, gehorend, kammend, gekend (alle in den Schriften des Fnhd.) 3mal; die übrigen nur 1 oder 2 mal.

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