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Wir kennen Spuren von Vereisung in der Trias von Zentralafrika und im unteren Tertiar Colorados.

Vor allem ist aber die quartare Eiszeit für uns von allergrösster Bedeutung wegen ihrer zeitlichen Nahe und des grossen Einflusses auf das organische Leben der Gegenwart. Ein grosser Teil der Polarregionen, wenigstens im Umfange eines Viertels der heutigen Festlandsoberflache war damals vom Eise bedeckt. Wir sehen es von einem Zentrum in Hochskandinavien über Finnland, die Ostsee und einen grossen Teil Russlands bis nach Kiew, über die ganze norddeutsche Ebene bis an das Riesengebirge und weit nach dem Süden Englands vordringen. Der nördliche atlantische Ozean war bis nach Island herab von Schelf- und Packeis bedeckt und Grönland machtiger als heute vergletschert. Der grösste Teil Kanadas und weite Flachen der Vereinigten Staaten waren von drei Zentren aus, die in Labrador, im Gebiete der Hudson Bay und in den kanadischen Rocky Mountains lagen, bis zum 38. Breitegrad im Osten und den 48. im Westen vom Eise bedeckt. Auf der Südhalbkugel war auch die polare Eiskalotte weit grosser als heute, doch lasst uns die geringe Ausdehnung der Festlander keine Verbreitungsgrenzen erkennen.

Es ist begreifhch, dass diese Vereisung einen tiefgreifenden Einfluss auf alle physikalischen Verhaltnisse der Erdoberflache ausgeübt hat. Wohl als sekundare Erscheinungen, vielleicht aber auch infolge der kurz vorher stattgefundenen Erhebung mancher junger Hochgebirge, vor allem der Alpen, zeigen diese Gebirgsketten und viele Mittelgebirge, wie z.B. die Mitteleuropas, eine betrachtliche Eiswirkung. Nur die höchsten Gipfel der Alpen ragten aus dem Eismantel auf.

Wir wissen, dass in Europa das Inlandeis etwa 500 m dick südwarts bis über Leipzig und an das Riesengebirge vordrang und dann völlig abschmolz, sodass auch die Gebirge Skandinaviens eisfrei gewesen sein dürften. Es hat also damals ein warmeres Klima geherrscht als heute. Dann schob sich das Eis wieder bis an das Riesengebirge vor, schmolz sodann bis nach Mittelschweden ab und erreichte aufs Neue die Elbe bei Magdeburg. Dann zog es sich mit StiUstanden und kleineren Vorstossen in die Hochgebirge Skandinaviens zurück, wo wir heute noch Plateaugletscher als seine letzten Reste sehen. Es lassen sich also zwei grosse Vereisungen und in der zweiten eine bemerkenswerte Unterbrechung durch eine Khmabesserung erkennen.

Bei der Beantwortung der Frage nach den Ursachen der Eiszeit muss man überlegen, unter welchen Umstanden unter allen Breiten Vereisungen stattfinden können. Man hat ursprünglich die sehr willkürhche Annahme 266

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