Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

57

Sehr haufige Schreibung der gutturalen Affrikata (geschr. kch, gk, ckh, ch). Sie kann in allen Stellungen, anlautend, inlautend und auslautend, vorkommen.

Anl.: chaiser, chaiserlich, erchenn, khraft, danchperchait.

Inl.: stuckhen, schenckhen, geruckhen.

Ausl.: abgankeh, kunigkleich, manigkfaltikchleick, hicxbckhleich, gnadickhleichen, marckh.

Doch kommt anlautend auch oft k vor.

Fast regelmïBiger Oebrauch der mhd. Diphthonge; z. b.fueren, darzwe, obgeruert, berueblich, buestung, guet, prueder, getoen, fueg. Für ie laBt sich die diphthongische Natur nicht beweisen, eher das Oegenteil; vgl. ie für mhd /: iere (= ihre), yeren (= ihren).

Sehr oft ei im Suffix: löbleich, gnadickhleichen, sogar soleich, söleich.

Die Entstehung eines /' zwischen r und nachfolgendem Konsonanten : erib (= Erbe), durich, eriben.

Umlaut des a oft geschrieben: a; z. B. wam, stat, Mürteinsdorff, bestat', auch: a, z. B. nagst.

Oft anlautendes b als p; auch im Prefix be-\ pesehen, pebeist, pemeldt, peraitschaft.

Oft b für w: bolt ich, buestung, beruebleich, zbay, gebegn.

Bisweilen a für kurzes o: gtnamenfürgenommen,ausgenamen für ausgenommen, macht für mochte.

Erstes Partizip auf -und, -undt: far und, gehörundt.

Immer u vor Nasal: sunder, kunigkleich, ge gunnet.

Nicht sollen, sondern sullen.

Negationspartikel meistens: nicht.

Oft t nach n statt d: unterricht, zw unsern kantten, meistens aber: hinder. Mhd. ei = ai.

In Wien treffen wir einen Schriftdialekt, welcher etwas mehr Verwandtschaft mit dem Mitteldeutschen zeigt. Zum Beweise führe ich eine Seite aus dem „Copey-Buch der Oemainen Stat Wienn aus den Jahren 1454—1464" an (F. R. A. II7 S.5) j

„man sol nechtlgclich in den vorsteten zhkl halden, vnd

Sluiten