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Supinum oft mit d: ze tunde, zu ventend, zu tund. Haufig unorganisches / zwischen Konsonanten: durich, getuigt, tiligen, menig, greniczen, erib. b für p kommt vor: Brag, briester.

b für w öfter: urbering, gegenburtig, gebesn, aWeg, gerubigr bUib; auch w für b: Wairn.

Zusammenfassend können wir sagen :

Der allgemeine Charakter der Sprache der römischen Kanzlei Friedrichs ist österreichisch. Doch zeigt sich ein starker mitteldeutscher Einschlag. (Neue Monophthonge statt der mhd. Diphthonge, haufiges ei für mhd. ei; u>o vor Nasal; meistens-Uch statt -leich; meistens k statt kch,\ox allem im Anlaut; noch oft die alten mhd. Langen i und ü; Übergang von dy o; Umlaut des a meistens e; dann und wann Formen mit ld, wie haUien; sollen statt sullen ; die langen Formen des Pers. Pronomens: ime, ine, inen; sehr oft Partizip auf -end; b für w nicht so haufig wie im Österr.; Prafix be- statt pe-). Dieser Einschlag ist in dem ersten Jahrzehnt von Friedrichs Regierung bedeutend krafiiger als spater.

Er wird durch drei Qründe veranlaBt:

Zunachstwirkt der EinfluB des Wiener Schriftdialekts. Dieser wird verursacht, erstens durch den Sitz der Kanzlei in Wien und Wiener-Neustadt, zweitens durch die an der Universitat Wien herangebildeten Notare, drittens durch die Vermittlung der Kanzleien der österreichischen Herzöge, deren Kanzleisprache mit dem Wiener Schriftdialekt nahezu übereinstimmt.

Übereinstimmend mit diesem Schriftdialekt, abweichend vom Südösterreichische.n hat die kaiserliche Kanzleisprache : vorwiegend Monophthonge statt der mhd. Diphthonge; meistens das Suffix -Uch statt -leich; meistens k im Anlaut statt kch; Umlaut des a:e; öfter ld statt It; oft erstes Partizip auf -end; Prafix be- statt pe-. Zweitens macht sich der EinfluB der Kanzlisten, welche aus der Luxemburger Kanzlei übernommen wurden, geltend.

Übereinstimmend mit der Luxemburger Kanzlei, abwei-

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