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mit Thüringen. Letztere, die teilweise auch zum I-Oebiet gehören, muBte ich mit aufnehmen, weil schon in der zweiten Halfte des' 15. Jhts. hier die nhd. Diphthonge in der Kanzleisprache auftreten.

Im Vergleich zu den andern hat die Nürnberger Sprache eine etwas eingehendere Behandlung erfahren, wèil ich an der Sprache dieser Reichsstadt zeigen will, wie die Mundart bei der Behandlung unsrer Frage einen wesenflichen Faktor bildet. Ich habe daher für diese Stadt neben der offiziellen Sprache auch die von stadtischen Chroniken und von Werken hervorragender Nürnberger: Stromer, Tucher, Dürer und gelegentlich auch von Hans Sachs herangezogen.

mhd. i. Böhmen.

Kanzlei König Qeorgs von Podiebrad (1458—1471) i ei. i ist sehr setten ; F. R. A. II 42 Nr. 257: 2 X bie, fritag; Nr. 275: ylen; Nr. 251 \ zwitrecht.

Eger: ei, vereinzelt /.

Schwanberg: ei; Strakonitz: ei. Noch südlicher: ei auch im Suffix -leich'(neben -lich). Sachsen.

Wilhelm von Thüringen (1440 — 1482): ï ei kommt vor, obwohl seltén. Ich fand nur folgende Falie:

(1450) F. R. A. II 42 Nr. 49 : eysen. (1454) „ 42 Nr. 107 : sey (2 X)(1454) „ 42 Nr. 101 i seyn, sey (3 X), sei (1 X),

schreiben, verschreibung, abgeweist. (1458) „ 42 Nr. 134: seinen.

(1458) „ 42 Nr. 174: sey (6 X), desgleichen, die-

weile, weile, schreiben, bey, zeid.

(1459) „ 42 Nr. 194: seyn (5 X).

(1460) „ 44 Nr. 50: reyten (2 X), seiner, seinen,

sein, zceit, schreiben (2 X)(1467) „ 42 Nr. 50: sein, gesein, erscheinen, die weile.

(1469) „ 42 Nr. 345: ei im Verbum sein.

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