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In Brandenburg wird vor- neben ver- geschrieben. Das Suffix -nus.

Die in den meisten Kanzleisprachen vorherrschende Form ist -nus, -nusz; -nis, -nisz, -nüsz ist verhaltnismaBig selten; vgl. folgende Übersicht: Böhmen.

Kanzlei Oeorgs: -nusz, z. B. sewmnuss, bevelhnus.

1 X zeugnisz: F.R.A. 42 Nr. 303. Eger: -nusz. Sachsen.

Wilhelm von Thüringen: -nus, z. B. entgeltnus, vortorbnus, versorgnus, erkentnus, verzeichnus. 1 X -nis: gedechtnis (1459). Friedrich von Sachsen: -nus, nusz, z. B. gedrengnuszr

furdernusz; auch -nis, z. B. verhengnis (1454). Ernst und Moritz: -nusz; 1469 fand ich 1 X vorstentnis. Brandenburg: -nusz, -nüsz, z. B. puntnüsz, buntnus. Augsburg: -nus, -nüs, -nusz, z. B. grebnüs, empfelhnus. Nürnberg.

In den Ratsverlassen: -nus, -nusz; -nis, -nisz fand ich nur dreimal.

/ oder n + Kons.

lm allgemeinen steht im Süden nach / das t, im Norden das d. Das d nach n ist fester. Doch zeigen sich viele Schwankungen, vgl.:

Böhmen.

Die Kanzlei Oeorgs zeigt vorwiegend //, also: halten; vereinzelt begegnet ld: halden, sorgfeldig. Nach n steht fast immer d: under, hinder; nt ist sehr selten.

In Eger traf ich ld oft; auch südlicher ; umgekehrt kommt hier nt haufiger vor. Sachsen:

Wilhelm von Thüringen: halden; halten begegnet, aber sehr selten. Nach n regelmatig d: under, hinder.

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