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§ 613.

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Gut, das der Einziehung unterlag, so ist für sie Entschadigung zu zahlen. Aus Ziff. 112 der Prisenordnung ergibt sich nicht das Gegenteil, wie der Vorderrichter angenommen hat. Die Bestimmung handelt nur von der Verwendung des feindlichen Schiffes. Man kann daraus, dass der Kommandant berechtigt ist, das feindliche Schiff als HUfsschiff zu verwenden, allenfaUs folgern, dass er berechtigt ist, das Schiff so zu verwenden, wie er es vorfindet, mit allen Ausrüstungsgegenstanden und Vorraten, so dass der Verbrauch der Kohlen, die nicht feindliches Gut sind, mit Ziff. no Pr.O. auch in den Fallen nicht in Widerspruch steht, wo dem Kommandanten die Eigenschaft der Kohlen als neutrales Gut einwandfrei erwiesen wird. Dadurch wird aber daran nichts geandert, dass die Kohlen der Einziehung nicht unterlagen und daher, wenn sie verbraucht werden, dem Eigentümer bezahlt werden müssen .... [Comp. § 754.]

Was denjenigen Teil der Kohlen angeht, der mit der Indrani unverbraucht vernichtet worden ist, so ist daran festzuhalten, dass bei rechtmassiger Zerstörung einer feindlichen Prise auch neutrale Güter im feindlichen Schiffe Anspruch auf Schadensersatz nicht haben (und dass in dieser Beziehung auch die Staatsangehörigen der Vereinigten Staaten von Nordamerika aus dem mit Preussen im Jahre 1828 geschlossenen Handelsvertrage besondere Rechte nicht herleiten können [voir § 616])." §614. La controverse fut soulevée de nouveau par la société neutre (argentine) propriétaire d'une cargaison de viande frigorifiée, coulée avec le navire ennemi (anglais) La Correntina (335) :

„Die Reklamantin stellt die Frage von neuem zur Entscheidung. Ihre Ausf ührungen sind indessen nicht geeignet, die Begründung jenes Urteils zu erschüttern. Die gegnerische Auffassung macht den Fehler, dass sie die Dinge isoliert betrachtet, das Schiff für sich und die Ladung für sich und innerhalb der Ladung die einzelnen Abladungen, um auf das so in der Abstraktion Vereinzelte die Rechtssatze anzuwenden, dass neutrale Güter nicht der Beschlagnahme und der Einziehung unterliegen, dass sie daher vollends nicht zerstört werden dürfen, sodass, wenn das gleichwohl geschieht, Ersatz zu leisten ist. Aber in Wirklichkeit befindet sich die Ladung in dem feindlichen Schiffe. Schiff und gesamte Ladung sind für die Reise miteinander verbunden auf gemeinsamen Gedeih und Verderb wie gegen die Gefahren der Elemente, so auch bis zu einem gewissen Grade gegen die Gefahren des Krieges, und diese tatsachliche Gemeinschaft beeinflusst naturgemass auch rechtlich die Stellung der Ladung im Schiffe. Als neutrales unverfangliches Gut unterliegt sie nicht dem Seebeuterecht. Aber in letzterem erschöpfen sich nicht die Gefahren des Krieges. Durch einen gegen das feindliche Schiff oder die verbotenen Ladungsteile gerichteten rechtmassigen Akt der Kriegführung kann auch die unverbotene Ladung zu Schaden kommen, und einen allgemeinen Rechtssatz, wonach ein solcher Akt der Kriegführung unterbleiben müsste, weil er nicht erfolgen kann, ohne dass zugleich neutrales Gut in Mitleidenschaft gezogen wird, gibt es nicht. Dass von dem Fall, wo ein neutrales Schiff rechtmassig zerstört wird, das Gegenteil güt, beruht auf

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