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Rheinische Urkundenstudien

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XIV. Unechte Urkunden aus Kloster Altenberg

suis et decimis novalium suorum, der Weinbergsbesitz zu Rhens nicht nur mit den Zehnten, sondern cum decimis suis et pertinentiis curtis, quam ibi habent fratres Bergenses. Endlich sind am SchluB der Güterliste mehrere Besitzungen angefügt, die in Jaffé 9495 und Kn. 637 überhaupt nicht genannt werden.

Die bisherige üntersuchung hat sehr merkwürdige Beziehungen der drei erzbischöflichen Urkunden Kn. 363 637. 851 zu den beiden papstlichen Privilegiën Jaffé 8078 und 9495 ergeben. Jaffé 8078 hat für Kn.363 als Quelle gedient und ist für Kn.637 stark ausgeschrieben worden; Jaffé 9495 ist in ganz ahnlicher Weise für Kn.851 ausgeschrieben, aber neben Jaffé 8078 auch für das Besitzverzeicbnis von Kn. 637 herangezogen worden. Für Kn. 363 und Kn. 637 ist ein "Zusammenhang auch durch die oben bereits mitgeteilte Beobachtung gegeben, daB in beiden Urkunden Abt Berno als primus abbas bezeichnet wird, wahrend das von Kn. 637 an der fraglichen Stelle benutzte Privileg Jaffé 9495 das nicht hat.

Das würde zunachst einen neuen Einwand gegen die Urkunde Arnolds I. Kn. 363 bedeuten; doch glauben wir ihre Unechtheit schon zur Genüge dargetan zu haben. Aber auch Kn. 637 kann unter unserer Voraussetzung nicht echt sein. Wurdé doch nicht diese Urkunde des Erzbischofs Friedrich II., sondern eine andere, uns nicht erhaltene von demselben Datum (11. Aug. 1157) dem Erzbischof Reinald 1166 vorgelegt, und sLe war in der erzbischöflichen Kanzlei verfaBt, wie die Uebereinstimmung der Pön von Kn. 851 mit Kn. 643 zeigt.

Aber auch die Urkunde Reinalds Kn. 851 ist nicht Empfanger-, sondern Ausstellerdiktat. Denn die Intitulatio und die Inscriptio, sowie die Einleitung des zweiten Satzes mit Jdeoque' entstammen einem Diktat der erzbischöflichen Kanzlei, wie der Vergleich mit Lac. I 415 (1166 Febr. 22) und Lac. I 418 (1166 Aug. 8) zeigt. .Das Formular von Kn. 851 ist also anders zu beurteilen wie das von Kn. 637.

Nach alledem sind die Urkunden Kn. 363 und Kn. 637 und damit auch die erweiterte Fassung von Kn. 637, Mosier UB. I 6, als Falschungen zu werten, die wahrscheinlich unter Philipp von Heinsberg entstanden sind.