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benen dingartigen r-stamme mit einem kurzen Vorvokal, 4°. die Stamme auf u.

(Was die sehr seltenen v-stamme betrifft ist nur zu bemerken, dass ni(g)(v) (Schnee) sachenartig ist. Es existiren weiter nur der natürlicherweise erstartige Name des Obergottes (Jöv-) und ausser diesem noch drei Tiernamen, welche (wie die Tiernamen von denen früher die Rede war) nach dem natürlichen Geschlecht des Individuums als „mannlich* oder „weiblich" betrachtet werden, nl. böv- (Rind), su(v)(Schwein) und gru(v)- (Kranich)).

Im früher Mitgeteilten war die Meinungsausserung enthalten, es seien im Latein wie in andern Sprachen die „Geschlechts'-regeln nach dem Schlusslaut auf irgend welche Weise aus denjenigen nach der Bedeutung hervorgegangen.

Indem aber diese Entspringung im Dauer vieler Jahrhunderte und durch mancherlei sickernd fortschreitende Verzweigungen Statt gefunden hat, liegt es ja auf der Hand, dass es überaus schwierig ja sogar fast unmöglich sein soll mit einer gewissen Genauigkeit die Einzelheiten ihrer Geschichte festzustellen. Im Grossen und Ganzen muss allerdings die Entstehenserklarung der lautlichen Geschlechtsregeln darin gesucht werden dass sich ein bestimmter Wortzusatz oder ein bestimmtes Derivationssuffix allmahlig über eine immer grösser werdende Anzahl von Wörtern ausgebreitet hat, mit welcher Ausbreitung eine fortschreitende Verflüchtigung der diesem Zusatze ursprünglich zueigenen Bedeutung verbunden gewesen ist. Ein Wortzusatz aber dessen Bedeutung zufolge einer solchen Verflüchtigung ganz dammerhaft geworden ist wird zu einem „Geschlechts*oder Individuirungsformzeichen. Nicht selten wird wohl auch ein vGeschlechts'"-zeichen- durch eine assimilirende Abkürzung mehrerer in Form und Bedeutung einander-nahestehenden Zusatze entstanden sein.

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