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Speziell fürs Latein meine ich noch eine einzige Sonderbemerkung machen zu können. Es kommt mir namlicb wahrscheinlich vor, dass in einer alten Periode dieser Sprache, übrigens auch schon im Indo-Europaischen, der Stamm eines beliebigen Verbums ohne jedes Suffix die Bedeutung vertreten hat eines abstrakten Substantives von derjenigen Art, wie wir sie durch Derivationen auf -ung oder -niss zu bilden pflegen. Aus diesem alten Zustande sind u. a. zurückgeblieben Wörter wie mina- (Drohung), tussi- (Husten), rê- (Wesensvorstellung), scrob- (Grube)l).

Wenn man jetzt einerseits samtliche Verbalstamme des Lateinischen betrachtet und die Bemerkung macht dass dar unter vorkommen:

1° sehr viele Stamme auf a,

2° ziemlich viele Stamme auf i und 6,

3° bedeutend weniger Stamme auf Muta-Konsonanten, und

4° ausserst wenig Stamme auf Liquida-Konsonanten, wahrend man andererseits unter den „weiblichen" Substantiven dieser namlichen Sprache antrifft:

1° sehr viele Stamme auf a 2),

2° ziemlich viele Stamme auf i, 1, 8 und (è)(l),

3° bedeutend weniger Stamme auf Muta-Konsonanten, und

4° ausserst wenig Stamme auf Liquida-Konsonanten, so ist diese Übereinstimmung nach meiner Meinung schlagend genug um unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehenzu können.

N.B. Im Folgenden werden gar nicht mehr erwahnt werden die Namen von Personswesen (niemals dingartig) und von Metallen (immer dingartig), die Namen anderer

*) Mit Stammen auf i meine ich solche wie turri-, mit St. auf i solche wie classi-, mit St. auf ë wie rë-, mit St. auf (è)(i) wie nnb(è)(i).

*) Bei den a-stammen ist das Substantiv vor dem Verbum entstanden, bei den übrigen umgekéhrt.

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