Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

angewandt. Es kann also der Leser jetzt urteilen. Selbst hege ich die feste Überzeugung, dass meine Benennungen überall eben so gut angebracht sind alsob sie vom Anfang an für keine andere Sprache als das Algonkinsche erfunden waren. — Die ganglichen Namen „lebendig" und „leblos" hingegen sind in einem grossen Teile der besprochenen Falie einfach unmögüch und ungereimt.

Ohne die Schriften des Prof. Uehlenbeck und des H" de J. de J. waren mir die Algonkin-dialekte absolut unbekannt. Es ist fast nur der reine Zufall, dass ich durch die genannten Schriften mit dieser Sprachgruppe bekannt wurde. Wenn nun aber auf eine ganz beliebig aufs Geratewohl aufgeraffte Sprache das Ueue Einteilungs- und Benennungssystem vollstandig passt und zwar viel besser passt als diejenigen Systeme, welche für die betreffenden Sprachen von den Spezialisten selbst erfunden sind, so gibt dieses gewiss gute Ursache zum Vermuten, dass allerwenigstens auf zahlreiche andere Sprachen meine Beobachtungen sich ebenfalls als anwendbar zeigen werden.

In einigen neueren Schriften, u. a. in der (sehr ausführlichen) Doctoraldissertation des Hn J. van Ginneken, wird die Meinung ausgesprochen, der Geschlechtsunterschied in den Indo-Europaischen Sprachen sei zunachst zu betrachten als ein Appretiationsunterschied, also ein Unterschied der Ranges- oder Wertbestimmung, sodass das „Masculinum" einfach den er sten oder höchsten, das „Femininum" den zweiten oder mittleren, das „Neutrum" endlich den dritten oder letzten Rang vertrete.

Etwas Wahres gibt es in einer solchen Beobachtung zweifelsohne. Es ist aber diese teilweise Wahrheit durchaus nicht unvereinigbar mit der von mir erfundenen neuen Téorie. Dasjenige namlich was absolut ein und absolut

Sluiten