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Tertullian De anima

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des Hl. Geistes allem Fleisch verheissen hat und versprach, dass seine Knechte und Magde wie weissagen, so auch traumen würden, können jene betrachtet werden, die zum Erlangen der Gnade erhalten werden, namhch die ehrbaren, reinen, voraussagenden, offenbarenden, erbauhchen und erweckenden Traume, deren milde Gabe auch über die Ungeweihten sich auszugiessen pflegt; (denn seinen Regen und seine Sonne verteüt Gott auch gleichmassig über die Gerechten und Ungerechten), indem auch Nabuchodonosor von Gott einen Traum erhalt und tast der grösste Teü der Menschen Gott aus Traumgesichten kennen lernt. Wie sich also die Huid Gottes auch auf die Heiden ausdehnt, so richtet sich auch die Versuchung des Bösen auch an die Reinen, die er selbst am Tag nicht in Ruhe lasst, sodass er sie schhesshch im Schlaf überfaüt, wo er es kann, wenn er, wahrend sie wach sind, dazu nicht imstande ist. 3. Die dritte Art werden jene Traume ausmachen, die die Seele dem Anschein nach in sich selbst einführt durch Betrachtung der Umstande. Weil weiter das Traumen nicht vom freien Willen abhangt (auch Epicharm urteilt namhch so), wie wird sie da fur sich selbst Urheberin irgend eines Traumgesichtes sein? Wird also diese Gattung dem Gebiet des Naturgemassen zu überlassen sein, welches für die Seele die Möghchkeit bestehen lasst, auch in der Ekstase die ihr eigenen Funktionen auszuüben? 4. Jene aber, die weder von Gott,noch von einem Damon,noch von der Seele selbst auszugehen scheinen, weü sie der Erwartung nicht entsprechen, der Auslegung mcht fahig sind und ihrer Eigenart nach nicht zu beschreiben sind, müssen besonders für die Ekstase und die bei ihr eigens geitenden Regeln aufbewahrt bleiben.

48. 1. Man behauptet, dass die Traume sicherer und reiner sind am Ende der Nacht, weü da die Kraft der Seele wieder auftaucht, nachdem der Schlummer lange angehalten hat. Was die Jahreszeiten angeht, so sind sie im Frühhng ruhiger, indem der Sommer die Seelen entkraftet und der Winter sie gewissermassen verhartet, indem der Herbst, der auch sonst die Gesundheit schwer erprobt, sie durch die weinhaltigen Safte der Früchte betaubt. 2. In derselben Weise ist die Lage wahrend der Ruhe von Bedeutung, wenn man sich dabei nicht auf den Rücken noch auf die rechte Seite hinlegt, und nicht, indem die Eingeweiden rückwarts gebeugt werden, den raumhchen Sitz der Sinneskraft ins Schwanken gerat, noch durch einen Druck auf die Leber der Geist bedrückt wird. Aber dies sind meiner Meinung nach mehr kluge Vermutungen als mit Sicherheit erwiesene Tatsachen, wenn es auch Platon selbst ist, der diese Vermutungen aussprach; und vieüeicht geschieht dies aües nur durch Zufaü. Sonst, wenn sie zu bestimmen