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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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und Hausgenossenschaft. Auch als eine Art Arbeitsgemeinschaft finden wir sie in manchen Stammen, wenigsten bestellten nicht nnr meist die Mitglieder einer Chunca zusammen die Dorf-und Tributfelder, sondern sie verrichteten auch die ihnen von den Inkas auferlegten Fronarbeiten gemeinsam.

Entstehung der Tausend- und Hundertschaften

Wie ist diese Einteilung der Bevölkerungsmassen entstanden? Die spanischen Chronisten haben sie auf den Wunsch der Inkas zurückgeführt, sich stets über die Volkszahl ihrer Gebiete unterrichten zu können. Solche Annahme ist, obgleich unrichtig, begreiflich: die alte Verfassung der germanischen Stamme war den Chronisten völlig unbekannt, und ebensowenig wussten sie etwas von der Volkseinteilung tartarischer, semitischer, altitalischer Stamme; so führten sie einfach die von ihnen in Peru vorgefundenen Gruppenbildungen wie so viele andere Einrichtungen des „neuen Wunderlandes” auf die Verwaltungskunst oder das organisatorische Talent der Inkas zurück.

In Wirklichkeit ist die Einteilung in Tausend- und Hundertschaften in Peru viel alter als die Herrschaft der Inkas. Ware diese Einteilung von den Inkaherrschern eingeführt, so würde sie überall im Reiche ganz gleicher Art gewesen sein und die verschiedenen Gruppen gleiche Benennungen gehabt haben. Das ist aber durchaus nicht der Fall. Einzelne Stamme hatten neben den Tausend- und Hundertschaften auch Halbtausend- und Halbhundertschaften. Ferner nannten die Stamme südlich des Titicacasees ihre Tausendschaften Hachu, ihre Hundertschaften Pataca und ihre Zehnschaften Tunca. Hatten sie ihre Organisation von den Inkas erhalten, würden sie sicherlich damit auch zugleich deren Gruppenbenennungen übernommen haben.

Auch die Stellung der Hauptlinge in ihren Gruppenab-