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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Da die mannlichen und weiblichen Mitglieder einer Ayllu als blutsverwandt galten, war ihnen jeder geschlechtliche Verkehr miteinander verwehrt. Wohl konnte ein Mann, wenn sein Bruder starb, dessen Witwe heiraten, denn sie gehorte nach der Abstammung stets einem anderen Geschlecht an, als dem ihres Gatten und folglich auch als dem seines Bruders; aber ein Weib zu nehmen, das durch seine Abstammung zur selben Ayllu gehorte, wie er selbst, war schwere Blutschande und daher streng verpönt, — strenger noch als im alten Rom, wo unter bestimmten Umstanden immerhin Ausnahmen von der Regel gestattet waren, zum Beispiel, wenn durch eine Heirat innerhalb der gleichen Gens dieser das Vermogen einer reichen Erbin Erhalten blieb.

Schwesterheiraten der Inkas

Von den spanischen Chronisten und Mönchen wird uns zwar berichtet, ihnen sei von den Indianern versichert worden, dass der regierende Inka stets seine Schwester geheiratet habe und solche Verbindung als legitim angesehen worden sei, weshalb auch nur dann, wenn die Frau des Inkas zugleich seine Schwester war, sie zur Führung des Titels „Coya” (hochedle Herrin) berechtigt gewesen sei.

Tatsachlich scheint es in Peru aus Gründen der Reinerhaltung des Bluts der Capac-Ayllu (der Gens der Inkaherrscher) für nützlich befunden zu sein, dass der Inkaherrscher eine seiner Schwestern heirate. Jedenfalls haben mehrere der regierenden Inkas nach der Aussage der Indianer sich eine ihrer Schwestern zum legitimen Weib erwahlt. Aber andere haben sich, wie feststeht, recht wenig um diesen Brauch gekümmert. Schon der legitime Sohn Manco Capacs, der zweite Inkaherrscher, Sinchi Rocca, verheiratete seinen Sohn Lloque Yupanqui mit einer Fremden, einer Tochter des Hauptlings von Sana, obgleich diese nicht einmal zum