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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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Offentlichkeit der Gerichtssit^ungen

Uber das Gerichtsvetfahren wird von den alten Autoren wenig Zuverlassiges berichtet. Wir erfahren nur, dass die Verhandlungen und Verurteilungen öffentlich stattfanden, meist auf einem freien Platz imDorfe oder auf der Huacapata, dem Platz vor dem Huacatempel. Ob neben dem Hauptling auch einige Dorfalteste als Beisitzer an den Verhandlungen teilnahmen, ob die Grossmanner, wie bei den Gerichtssitzungen der alten Germanen einen sogenannten „Umstand” bildeten imd durch Beifall oder Murren ihre Ansicht über die Straftat imd den Gang der Gerichtsverhandlung aussern konnten, lasst sich nicht ersehen.

Ebensowenig lasst sich die Frage beantworten, ob die Beschuldigten sich aus dem Kreis der Geschlechtsgenossen einen Verteidiger wahlen durften. Auch die Frage, ob in dem Fall, dass zur Feststellung des Tatbestandes keine Zeugen herangeholt werden konnten, zu Gottesurteilen gegriffen werden durfte, bleibt in den Berichten unbeantwortet. Die wenigen Angaben, die wir darüber bei Pedro de Cieza und Bernabé Cobo finden, sind so ungenau, dass die Frage nicht mit Bestimmtheit bejaht oder vemeint werden kann; doch scheint es, dass man sich in gewissen Fallen, wenn weder die Zeugenaussagen, noch die Indizien genügten, an den Huaca des Beschuldigten wandte. Nachdem ein Priester dem Geschlechtsgott ein Tieropfer dargebracht hatte, wurde diesem Leber und Nieren aus dem Leibe gerissen und dann von dem Priester auf Grund seiner Besichtigung verkündet, was der Huaca sage.

Verschiedene Todesstrafen

Die Strafen waren durchweg sehr hart. Selbst für leichte Vergehen galten harte Strafen. Die leichteste bestand darin, dass der Verurteilte eine bestimmte Bürde, zum Beispiel einen Sack mit Sand, unter dem Gespött der Jugend durch