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Geschichte und Kultur des Inkareiches

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west-Peru eingesetzt, sondem dort, woher die Sagen von Huiracocha und seiner Schöpfung stammen, von den Ufem des Titicacasees, sie waren zweifellos zu einem anderen Ergebnis gelangt; denn bei den Stammen jener Gegend hatte das Wort Huira (Vira) eine ganz andere Bedeutung als in den Küstengebieten Nordperus. Es bedeutet dort nicht Fett, sondem Erdboden, Erdoberflache, und wird daher auch von dem Jesuiten Ludovico Bertonio ïm zweiten Band seines Vöcabulario de la lengua Aymara (S. 188) mit „el Suelo” übersetzt, eine Ubersetzung, der er zur naheren Erlauterung die Bemerkung „Vel Hua hua” hinzufügt. Huahua bedeutet namlich in der Aymarasprache Südperus ebenfalls Erdboden und Erduntergrund.

Wahrscheinlich würden denn auch die Sprachkundigen bald herausgefunden haben, dass das Wort Cocha bezw. Cochac als Name des höchsten Gottes, gar nichts mit einem Gewasser, einem See oder Meer zu tun hat, sondem nur die zum Substantiv gewordene Partizipform eines Verbums ist, das entsprechend den Sprachregeln der Khetschuasprache Cachay oder Cochay heissen muss.

Tatsachlich gibt es ein solches Verbum in der Khetschuasprache, das seit langem die Bedeutung von schicken, zusenden, übermitteln hat, firüher aber machen, schaffen, herstellen bedeutete. Da ich sicher bin, dass ich mit dieser Worterlauterung bei manchen Gelehrten Pems auf Zweifel stossen werde, möchte ich mich auf den Dominikaner Domingo de Sancto Thomas, den Verfasser der ersten, 1560 erschienenen Khetschua-Grammatik berufen. Er berichtet in seiner „Arte de la Lengua Quichua”, S. 38, dass das Verbum cachay (im nördlichen Dialekt cochay), das im eigentlichen Sinne schicken bedeute, noch eine andere, mehr allgemeine Bedeutung habe, verschieden von der ersterwahnten, und zwar bedeute es dasselbe wie das Verbum hacer (machen, tun, verrichten).