Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

der sogenannten warnenden Farben. Denn wiewohl in diesem Fall der erzielte Effect nicht durch Gesichtstauschung erreicht würde, sondern durch eine wirkliche Warnung, ist dabei doch die Rede von einer Erscheinung den erstgenannten Thatsachen so nahe verwandt, dass sie wissenschaftlich davon nicht getrennt werden kann. Auch bezüglich der sogenannten tierischen Erkennungszeichen gilt dasselbe.

Was die vielen Formen betrifft, unter denen die triigerische Gleichheit sich offenbart, so findet man bei verschiedenen Autoren eine Anzahl Beispiele verzeichnet; inan kann sie einteilen in:

Tiere, deren Farbe iibercinstimmt mit derjenigen, welche im Allgemeinen ihre Umgebung kennzeichnet; viele z.B., die in den Polargegenden oder auf hohen Gebirgen leben zwischen Schnee und Eis sind weiss, und zwar bisweilcn allein wahrend der Winterzeit; andere, viele Arten von Vögeln, Reptilien und Insekten, die zwischen Blattern und Gras leben, sind griin; in dürren und wüsten Strecken findet man bei allerlei Tierarten aus verschiedenen Gegenden meist eine braun- oder rot-graue Farben-Nuance vor, welche dort auch dem Boden und vielfach ebenfalls in gewissem Grade dem Pflanzenwuchse eigen ist. Auch anderswo zeigen verschiedene Tiere dieselbe Farbe wie der Grund, auf dem sich ihr Leben abspielt, selbst Fische, Krabben und andere Wassertiere diejenige des Bodens der Gewasser, in denen sie sich befinden, bei Korallen-Riflen die der Koralle und nach MoSELEY im Sargasso-Meer, die der dort so mannigfaltigen Algen. Es giebt auch Seetiere, wie der Fisch Achirus pellucidiis F. HENN, aus dem Stillen Ocean und viele Mollusca und Medusae, welche die Farbe des Seewassers besitzen, und sogar ebenso wie dies durchsichtig sind, auf diese Weise natürlich selbst wenig sichtbar; bisweilen ist auch die Farbe eines solchen Seetieres im Allgemeinen die der Umgebung aber mit einigen Flecken darauf, die gleichfalls speciell farbige Teile in der Umgebung, z. B. Pflanzen, wiedergeben. Und in derselben Weise sieht man auch auf der Haut einiger in asiatischen oder afrikanischen Wüsten lebenden Eidechsen, die in der Regel die Farbe des rötlichen oder steinigen Bodens haben, kleine Fleckchen,

Sluiten