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auch dem Gedenkstiick, und so den echten Bücherwurm, den savant en us der Franzosen formt, offenbart sich auch in der zoologischen Wissenschaft als einseitige Würdigung der ausschliesslich durch physische oder chemische Untersuchung, oder allein durch das Seciermesser erlangten Resultate; biologische Erkenntnis von morphologischen Erscheinungen ohne Anwendung dieses letzten Hilfsmittels und logische Bearbeitung des so Wahrgenommenen hat gleichwohl nicht minder VVert um zur Erkenntniss des Wesens der Naturerscheinungen zu kommen, und verlangt dann auch ebenso specielle Kenntnisse. Solche namlich, welche die grosse biologische Karte der SchmetterlingsfUigel lesen lehren, ebenso wie geographisches Wissen dies bei der Landkarte lehrt worauf der Unwissende nur ein Gemengsel von allerlei farbigen Bildern sieht, und in allen diesen verschiedenen Farbenerscheinungen die schon vor 25 Jahren von weismann erkannte Wahrheit erkennen lassen, dass Polymorphismus haufig nichts anders ist als die Oftenbarung verschiedener Stadiën in einer bestimmten Evolution; welche weiter hiervon ausgehend auch jene aufzuspüren wissen. Öogar darf es, wo die Untersuchung einen Gegenstand betrifft, der soviel Gefahr zu Irrungen mit sich bringt wie der von der Ontogenese der Farben in den Schmetterlingsfliigeln, — ich habe darauf früher bereits hingewiesen; man lese darüber auch die von fleischmann in seinem Werk "Die Descendenztheorie* auf Seite 249 citierten Worte von Oskar Hertwig iiber dergleichen ontogenetischen Untersuchungen im Allgemeinen — wohl einegute und ebenso sichere Methode genannt werden, die Phylogenese davon aus den deutlichen Uebergangen abzuleiten, welche die verschiedenen Arten, Rassen, Geschlechter und selbst Individuen unterscheiden, wo solche noch in genügender Anzahl bestehen, als sie auf dem Wege der ontogenetischen Untersuchungen d. h. mit dem Seciermesser aufzuspüren. Beide Arbeitsmethoden müssen eigentlich zusammengehen und einander bekraftigen und werden dies auch wenn alle die Folgerungen aus den Thatsachen auf die letzterwahnte Weise erhalten durchaus richtig sind, aber sowohl in der Beobachtung solcher Thatsachen als auch in ihrer Vergleichung und

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