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teren doch wohl etxvas derartiges wie der Okapi unter den Mammalia; sogar besteht zwischen beiden so verschiedenen Tieren eine auffallende Uebereinstimmung in sofern ihre Farbe namlich bei beiden noch stark auf das ursprüngliche Rot zurückweist.

IV.

Umgekehrt kann auch eine gemeinschaftliche Abstammung wohl die Ursache einer relativen Uebereinstimmung sein; insofern namlich bai der Differentiierung verschiedener Arten bei diesen nicht die ganze Gestalt sich andert, sondern bestimmte Teile derselben unverandert und deshalb einander gleich bleiben. Ist dies nun wohl an und für sich noch nicht genügend, um Mimicry zu verursachen, sobald daneben noch andere Gleichheitsmomente entstehen, so kann auch sie die Aehnlichkeit verstarken und so als ein Faktor bei der Mimicry auftreten.

Dass noch sehr nahe verwandte Tiere aus derselben Stammform dilïerentiiert, einander auch sehr ahnlich sein können, wird wohl nicht bezweifelt und dann auch nicht für Mimicry gehalten, jedoch auch bei weiter difïferentiierten Tieren kann das Bestehenbleiben von einigen ihrer ursprünglich gemeinschaftlichen Kennzeichen zum Entstehen von sogenannten Mimicry-Erscheinungen führen. So wurde die Aehnlichkeit zwischen parasitisch lebenden und nestbauenden Bienen an der Hand von Beobachtungen von Perez durch P. marchal in der Revue scientifique 1890 als eine Folge ihrer gemeinschaftlichen Abstammung erklart. Und das sicherlich mit Recht, denn auch hiervon ist die Ursache die oben besprochene Selbstandigkeit der evolutionellen Veranderungen. Wenn sich aus einer bestimmten Tierart eine andere differentiiert, verandert sich nicht der ganze Organismus dieser letzteren, sondern darin nur eine oder einige Organismuseinheiten. Was die übrigen betriftt bleiben beide Tiere gleich, auch dann wenn in Folge einer Veranderung von Lebensweise bei der difïferentiierten Art das dabei Uebriggebliebene nicht mehr seiner ursprünglichen Bestimmung dienen kann und daher nur als Relikt weiter besteht. Dasselbe

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