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anzunehmen dass Alles, was abnormal ist, darum notwendigerweise auch morbider Art sein muss. Er wird darin, wo es sicli so allgemein und mit allerlei Uebergangen zeigt, zweifellos eine Evolutionserscheinung erkennen, die Aeusserung einer evolutionellen Richtung, welche langsam zum Verschwin den des Pigmentes führt, und damit eine Verblassung der Farbe hervorruft. Und so wird für ihn das Weisswerden der Tiere, was die kalten Zonen charakterisiert, eine allgemeine Evolutionserscheinung, die nur in jenen Gegenden starker auftritt.

Aus einem dritten Gesichtspunkt betrachtet wird diese Auffassung sehr stark bekraftigt. Aus jenem der Vcrgleichung namlich der ebenerwahnten Thatsachen mit denjenigen, welche die Beobachtung der im Kulturzustand lebenden liere verschafilt. Vielen Naturforschern, die in der Gelegenheit waren, hierüber Betrachtungen anzustellen, — man sehe

z.B. A. D. BARKETT, Life amottg wild beasts in the „Zoo"

ist es aufgefallen dass zahme Tiere so viel starker variieren als wilde, und zwar speciell was rot, schwarz und weiss betrifft. Darwinistisch heisst es dann auch, dass das Variationsvermögen durch den Kulturzustand in hohem Grade gesteigert wird, was dann als eine Folge der besseren oder geregelteren Fütterung durch die grössere Sicherheit im Kampfum's Dasein erlangt, bezeichnet wird, aber besser verstanden wohl nichts andres ist als dass durch den Reiz, wclchen jener abnormale Zustand ausübt, die Empfanglichkeit für evolutionelle Veranderung dann viel starker wird. In der That kommen dann auch unter den zahmen Tieren die weissen Individuen sehr allgemein vor, und vielmehr als bei denselben Tieren im Naturzustand, bei Pferden, Eseln, Rindern, Büffeln, Schafen, Ziegen, Kamelen, Lama's, Schweinen, Hunden, Katzen, Frettchen, Kaninchen, Hühnern, Pfauen, Truthahnen, Tauben, Gansen, Enten, Kanarienvögeln und noch bei andern. Ebenso werden haufig weissgefleckte angetroffen, namlich solche bei denen das Weiss noch nicht ganzlich die Oberhand bekommen hat, und die demnach erkennen lassen, dass dies Weissweiden ein 1 rozess von evolutioneller Veriinderung ist, der noch keineswegs sein Ende erreicht hat, sondern noch stets

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