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haufig aus ciner unbewussten Gemütsbewegung entspriessend, und als solche keine selbstandige Erscheinung aber mit dem Rotvverden bei einigen Erregungen und dem Erblassen durch Schreck oder Zorn übereinstimmend; doch auch willkürlich dadurch, dass sie durch das absichtliche Denken an einen bestimmten Gegenstand hervorgerufen werden können. Da dies bei altern Menschen verloren geht, scheint es doch wohl ein Relikt zu sein auf eine frühere starkere Entwicklung dieses Vermogens hinweisend. Aber auch abgesehen von dieser Erscheinung ist es eine Thatsache dass sich bei dem Menschen zwar nicht in der Farbe aber doch im Ausdruck seiner Gesichtszüge und in seiner ganzen Haltung ebenfalls haufig eine starke Anpassung an seine Umgebung vvahrnehmen lasst. Es besteht z.B. ein sehr deutlicher Unterschied zvvischen dem Aeusseren der verschiedenen Gesellschaftsgruppen, Aristokratie, Militar, Kaufleuten, Kleinbiirgern und Handwerksleuten oder Bauern, vvobei sicher Ausnahmen vorkommen, worin man sich im Allgemeinen jedoch nicht betrügt. Der kleine Mann, die Prostituierte, z.B. sehen sogleich, auf den ersten Bliek, ob sie einen wirklichen „Herrn" vor sich haben. So besitzen auch Geistliche, katholische wie protestantische, mohammedanische wie die Bonzen, haufig eine gewisse typische Eigentümlichkeit im Aeusseren, besonders im Gesichtsausdruck, der sie leicht kennbar macht. In Europa ist dies wohl bekannt, aber mehrere Male fiel mir auch auf Java derselbe Ausdruck bei den eingeborenen mohammedanischen Priestern auf, und siehe da, was ich z.B. las (n einem in der Revue des deux Mondes vom /5. Sept. 1886 vorkommenden Aufsatz VA travers l'exposition. VI. Les exotiques, les colonies par le vicomte E. M. DE VoGUÉ" Voffice commence, les bonzes montent a l'autel. On retrouve sur leurs traits ce caractère indélébile que Vétat ecclésiastique imprime dans toutpaysa la figure humaine. Wohl zu begreifen jedoch nur dann, wenn Empfanglichkeit dafür vorhanden ist. Der bekannte Professor C. LomBROSO behauptete auf dem im Jahre 1889 zu Paris gehaltenen Kongress für criminelle Anthropologie, dass er nur an dem durch den Beruf aufgepragten Typus den Priester oder Kriegsmann von vor 2000 Jahren erkennen könne. Und der berühmte

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