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ist und wohl um so mehr je höher das Tier psychisch entwickelt ist; Ameisen stehcn nun zweifellos in diescr H.nsicht auf einem hohen Standpunkt. Wie kann nun aber solch e.ne ^ Gewohnheit von friedlicher Symbiose zwischen den Ameisen und ihren Gasten entstanden sein? Es ist nur unter dem Eindruck der darwinistischen Auffassung dass alles zu einem nützlichen oder vorteilhaften Zweck geschehe, dass hierin auch - und demnach a priori - die Ursache d.eser Symbiose gesehen wird; aus der ruhigen Logik der Thatsachen fol<rt cs nicht. Höchstwahrscheinlich soll sie aus den Umstanden unter welchen diese Tierarten gemeinschaftlich lebten, ohne irgendwelche Absicht entstanden und in der langen Zeitdauer ebenso mehr oder weniger entvvickelt sein Mit Sicherheit lasst sich dies wohl nicht mehr nachgehen, denn die Ur-Ameisen und Ur-Dinarda% wobei es angefangen haben muss, bestehen seit langer Zeit nicht mehr. Nach Wasmann wird man dazu wohl bis zur Tertiarpenode, wodie Ameisen zu einer wahren Naturmacht heranwuchsen, zuruckgehen müssen, zu welcher Zeit unter den Coleopteren, den Staphyliniden und unter diesen vornehmlich den Aleocharincn wozu das Genus Dinarda gehort, sowohl wegen ïhrer Lebensweise an Orten, wo die Ameisen sich aufzuhalten pfleeen, als auch wegen der Schmiegsamkeit ihrer Bewegungen besonders geeignet waren mit den Ameisen in nahere Verbindung zu treten, und würde dann damals, indem jene die sich ihnen aufdrangenden Tischgenossen zu erhaschen und zu toten suchten, dadurch eine Art von indirekter Zuchtwahl ausgeübt sein, welche diese Kafer zura Annehmen von mimetischen Veranderungen führte. Es bleibt auf diese \\ eise iedoch vollkommen unerklarlich, sowohl wie es mögl.ch war dass die sich aufdrangenden fremden Tischgenossen nicht alle vernichtet waren langst bevor sich bei ihnen irgendwelche Mimicry entwickeln konnte, als auch wie danns°viele Arten von Ameisengasten, darunter sogar auch Aleocharinen, doch unverandert blicben und mchtsdestotrotz noch immer bestehen. Ich denke mir die Sache darum dann auch „anz anders Wo sich diese Urameisen und Uraleocharinen einander damals durch das Führen einer gleichen Lebens-

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