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Raupe; viele europaische Satyriden mit kahlcn grüncn Raupen sind auch sehr zahlreich; auch von Rhodoccra rhamni L. kann man dasselbe sagen. Nun kann man sicherlich solche Raupen durch ihre grüne, Gras oder Rlattern gleichende l* arbc für beschützt halten, taglich kann jedoch wahrgenommen werden dass viele Vögel grüne, Raupen sehr gut zu fangen wissen, diese sogar einen wesentlichen Teil der Nahrung ausmachen, welche sie ihren Jungen bringen. TJeberdies lasst sich dann nicht erklaren, wenn, wie doch das ontogenetische Studium derselben beweist, Raupen mit sehr auftallenden Farben früher grün gewesen sind; welcher Vorteil soll ihnen dann der warnende Schutz verschafft haben, da sie doch früher, wenn auch auf andere Weise, bereits gut beschützt waren ? Sicherlich giebt es auch viele sehr aufifallend gcfiirbte Raupen, deren Schmetterlinge gleichwohl keineswegs sehr verbrcitet sind, bei denen also jener Schutz nicht viel zu helfen scheint. Die Raupe von Hebomoia Glaucippe L. auf Java besitzt eine sehr starke Schlangenmimicry, so stark, dass ich einmal selbst einen eingeborenen Jager, der gewöhnt war taglich mit Raupen umzugehen, mit Schreck den Arm davor zurückziehen sah; dieser Schmetterling ist nun wohl nicht selten aber doch keineswegs so ausser gewöhnlich zahlreich, wie man von einem solchen Schutz erwarten sollte, sicherlich viel weniger verbrcitet als die aus einer kahlen grünen Raupe entwickelte Callidryas Scylla L.. Auch die Raupe von Aporia crataegi L. scheint eine sogenannte Warnfarbung zu besitzen; der Schmettciling ist nun einmal sehr zahlreich, dann wieder selten, was demnacli wohl von ganz anderen Ursachen als diesem sogenannten Schutz abzuhangen scheint. Richten wir ferner auch das Auge noch auf die Puppen, dann fallt es sogleich auf, dass wiewohl eine aufifallende Paibe auch bei den 1 uppen vorkommt, solch eine sogar z.B. wie die von Atella Sinha KOLL. oder Messaras Erymdnthis DRURY, welcher keine Raupe gleichkommt, viele andere kahle, scheinbar unbeschützte, 1 uppen von Tagfaltern solch eine Farbung nicht erlangt haben; und auch dass, wiewohl eine grosse Anzahl von Noctuinenpuppen, hauptsachlich solche, die nicht in dein Grund gebildet werden, sehr wenig beschützt zu sein scheinen, doch

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