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durch ausschliessliche Bücherweishcit nicht ersetzt werdefi kann, nicht verstanden, und was noch arger ist, mit einer gewissen Einbildung von oben herab ignoriert wird. Man begegnet hier namlich stark dem nachteiligen I'.influss des Umstandes dass die meisten Zooiogen in der Wirklichkeit jetzt hauptsachlich ausschliesslich Anatomen sind, im Uebrigen, und speciell was die Morphologie betrifitt, aber nur eine wenig tiefgchende Kenntnis besitzen, und dieser darum — da jeder geneigt ist seine eigene Specialitat fiir die Höchste zu halten — wenig Aufmerksamkeit schenken und wenig Wert zuerkennen. Doch ist für das Studium der Evolutionslehre die Kenntnis der Formen, sowohl ihrer Entstehung als auch ihrer Umgestaltung, die Hauptsache und absolut unentbehrlich; sicher muss sie auch der Anatomie Rechnung tragen und in gewissem Sinne sich auf dieselbe stiitzen, aber doch tritt diese dabei nur als Hülfswissenschaft auf. Zur Beurteilung etwas verwickelter Fragen evolutioneller Art ist er, der in der Morphologie nicht viel melir als Eaie ist, nicht die befugte Person; so hat dann auch z.B. gegen den Unsinn der Mimicry weder die Anatomie noch die Physiologie, ebenso wenig wie irgendwelche physische oder chemische Kenntniss, ja sogar wie die sogenannte experimentelle Entomologie, etwas anzuführen gewusst. Doch gilt hier auch wohl dasjenige, was man vom Menschen sagt, dass man ihm nach seinen Werken und nicht nach sein Worten beurteilen muss.

Fleischmann offenbart sich in seinem Werk ,I)ie Descendenztheorie* als ein besonders starkes Beispiel von dieser Anatomeneinseitigkeit. Er ist offenbar ausschliesslich Anatom, so stark sogar, dass nicht allein alle von ihm angeführten Beispiele und Argumente ganzlich auf dieses Gebict beschrankt bleibcn, sondern dass er sogar nicht zu vermuten scheint, dass auch in dem biologischen Studium und in der Morphologie hinsichtlich der lebenden liere zahlreiche und sehr kraftige Gründe für die Descendenzlehre — nicht jedoch mit dem Darwinismus zu verwechseln — enthalten sind.

Wo nun gleichwohl jene Kenntniss erlangt ist, muss dann auch die Wichtigkeit erkannt werden der Worte mit welchen WE1SMANN bereits vor tnehr als 25 Jahren das Vorwort

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