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ist aber keine einzige widerlegt — oder sich zwar auf diese Ansichten beziehen, jedoch ruhig zu dem „Geschrei der Böotier" gerechnet werden dürfen. Andrerseits sind Tatsachen veröffentlicht und Meinungen ausgesprochen worden, die dasjenige, was ich damals angeführt habe, naher beleuchten und bisweilen schlagend bestatigen. Weiter haben auch meine Gedanken iiber den von mir behandelten Gegenstand nicht stillgestanden. Es scheint mir daher erwünscht jetzt erstens die in Frage kommenden Schriften einer Kritik zu unterziehen, dann weiter die Begründung meiner Lehrsatze zu kraftigen, indem ich diese spatern Arbeiten für die meinigen verwerte, und endlich in diesem Zusammenhang meine Ansichten des naheren auseinanderzusetzen. Die dabei beabsichtigte Rekapitulation der Arbeit anderer ist unentbehrlich, da ja die meisten Schriftsteller auf biologischem Gebiete der frühern Literatur über ihren Stofïf nur wenig Rechnung zu tragen pflegen. Sie studieren im allgemeinen nur einige der bekanntesten Schriften, die doch keineswegs immer ain höchsten stehen. Sind sie doch nicht selten nur darum am bekanntesten geworden, weil eine besondere Mode-Auffassung in ihnen in den Vordergrund tritt; aber dann bringt die Sache selbst es mit sich, dass wir darin eine grosse Einseitigkeit erwarten dürfen. Nicht wenige aber lassen sich hierdurch überzeugen. Denn auch auf wissenschaftlichem Gebiete spielt die Mode eine grosse Rolle und daneben in nicht geringerm Masse die in unsrer Zeit sich überall breit machende Reklame und Marktschreierei. Neuerdings noch wies Giard ') mit Recht darauf hin, dass, als zu ihrer Zeit CuviER und E. Geoffroy Saint-HilairE ihren damals viel Aufsehen erregenden Streit fiihrten, sie beide nicht bemerkten, welch weit grössere wissenschaftliche Bedeutung dieser Streit gewonnen hatte, wenn sie dabei die Ideen berücksichtigt hatten, die Lamarck damals schon 20 Jahre lang inmitten einer allgemeinen Gleichgültigkeit sowohl der Naturforscher, wie der Philosophen verteidigte. In andern Wissenschaften wird in allgemeinen weit mehr die

i) Les tendances actuclles de la morpho/ogie et ses rappor ts avec les au tres scieuces, par Alfked Giard. (Revue scientifique (Revue rose) 4 Fevrier 1905J.

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