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nach derselben auf bestimmtem Gebiete vorbereitet, solch überasschende Übereinstimmung der Resultate in ihren Ideen aufweisen? Ofïfenbar, weil der Gedankengang beider in der Hauptsache dieselben Bahnen gegangen ist. Aber dann muss dieser Gedankengang auch logisch richtig gewesen sein, und mussen dcshalb die Ergebnisse mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Logische Fehler müssten notwendigenveise einen individuellen Charakter getragen haben, und der durch sie entstandene individuelle Irrtum hatte die beiden Linien divergieren lassen müssen. Darum bedaure ich nicht, erst jetzt, nach meinen Studiën über denselben Gegenstand, Schildes Werk kennen gelernt zu haben; diese selbstandige und doch parallel gehende Arbeit von beiden spricht sehr dafur, dass wir, im allgemeinen vvenigstens, wohl richtig gesehen haben, und bestarkt uns in unsrem Kampfe gegen den Darwinismus. Darum glaubte ich denn auch auf SCHILDES Werk aufmerksam machen zu müssen.

E. Wasmann. S. I.

Scharf entgegengesetzt meinen Ansichten sind die des, ich darf wohl sagen, bcrühmten Ameisenkenners, Herrn erich Wasmann, der eine Besprechung') meines Werkes veröffentlicht hat, die leider einen sehr wenig wohhvollendcn Charakter tragt. Eine wie grosse Verehrung ich auch für die unermüdlichen und wissenschaftlichen Untersuchungen des Herrn W. iiber Ameisen, Termiten und ihre Gaste ausgesprochen habe, so habe ich im übrigen seine Deutung der von ihm wahrgenommenen Falie von Ahnlichkeit zwischen diesen Gastherren und ihren Gasten, als ob diese als Mimicry aufzufassen seien, nicht teilen können. Und zvvar hauptsachlich aus drei Gründen nicht: I weil für die darwinistische Lehre, dass namlich die Mimicry durch Naturselektion als eine Folge des so erlangten Vorteils entstanden sei, worauf sich die Theorie der Mimicry stützt, grosse und meines Dafür-

I) Zum Mimicrytypus der Dorylincngiiste. (Zoologische Amciger Bd. XXVI n° 704; ij Juli 1903J.

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