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Richting geltend macht, weil er weiss, dass man nur auf jenem gebahnten Wege an die Wahrheit herankommen kann. Man vergleiche einmal in dieser Beziehung z. B. die spater, wo ich tien \ italismus behandle, von mir zu besprechenden Gelehrten reinke und Driesch und sehe dann, wie bei ihnen, obgleich auch sie, meines Dafiirhaltens, dabei irre gehen, der Drang nach einem logischen Beweis in der Vordergrund tritt. Was dies betrifft stehen sie in geradlinigem Gegensatz zu den beiden genannten Patern. Für den der den Glauben, wie ich schon auf Seite 21 sagte, nicht mehr nach der religiösen Auffassung als etvvas andres, als die Verstandestatigkeit betrachtet, sondern ihn als eine niedrigere Evolutionsform des intellectuellen Elements hat verstellen lernen, ist das denn auch sehr erklarlich. Denn als eine solche kann es dann ja in der 1 syche auch noch in einigen Beziehungen neben einer höhern Entwicklung des intellectuellen Vermogens auf andern 1 unkten vorkommen, und dann, wie das Meer in den Fjorden Norwegens, überall in das feste Land dieses höhern Verstandes hereinbrechen, ja, wenn es in grosser Masse auftritt, letzteres auf diese Weise haufig noch zu freiliegenden Insein machen. In die mens eines Jesuitenpaters nimmt naturgemass der religiöse Glaube die erste Stelle ein; wie fanatisch gesteigert er sogar bei Herrn W. vorkommt, kann man aus der S. 34 von Haeckels Schrift: der Kampf urn den Entwickelungsgedanken, beigefügten Note, lernen. So lasst es sich dann auch leicht denken, dass bei ihm das geistige Element auf jedem andern Gebiet ebenso, wie auf dem religiösen wohl noch eine starke Neigung haben wird, wenigstens zum Teil in die Glaubensform zurückzuschlagen; die Art jedes Glaubens als evolutives \ erstandesstadium ist doch dieselbe, sei es dass sie auf religiösem oder auch irgend einem andern Gebiet, wie z. B. auf dem der Wissenschaft als Autoritatsglauben sich offenbare. Der Verstand schlagt in einer Psyche, in der er noch so wenig frei entwickelt ist, in der Tat ebenso leicht in die alte Glaubensform wieder um wie wir auch bei bewussten, einer Verstandestatigkeit entspriessenden Handlung, sobald sie als solche zu einer Gewohnheit geworden ist, die bewuste Aktion sogar zu dem Reflexzustand zurückkehren sehen, und dann z.B.

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