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nicht die Rede sein, da die letztere immer unverletzlich ist und erstere also stark beschnitten werden muss.

Nachdem er in den ersten zwei Kapitein die Geschichte der Biologie und ihrer Hilfsmittel behandelt hat, folgt dann in den darauffolgenden vier Kapitein eine sehr genaue und klare Auseinandersetzung von dem, was uns die neuern Untersuchungen über die Zelle und ihre Fortpflanzung gelehrt haben; zwar sind dies nur die Früchte von den Untersuchungen anderer, aber sie liefern doch den Beweis, dass Herr W. sie gewissenhaft studiert hat und die Gabe besitzt ihre Ergebnisse auf sehr klare und fassliche Weise auseinanderzusetzen. Im 7en Kapitel behandelt er dann im Anschluss an das vorhergehende die „Zelle und die Urzeugung" und zieht dann die Schlussfolgerung, dass alles das, was wir jetzt von den einfachsten Formen des organischen Lebens und von ihrer Fortpflanzung wüssten, das uranfangliche Entstehen nicht erklare und besonders für ihre Entstehung aus anorganischem Stoffe keinen Beweisgrund liefere. Vollkommen richtig, ignoramus. Aber ganz willkürlich verandert er dann weiter nicht nur dieses ignoramus in ignorabimus, sondern erklart er sogar ex cathedra es für ein Postulat der Wissenschaft, dass eine ausserweltliche Ursache und zwar der persönliche Schöpfer die ersten Organismen hervorgebracht habe. Wenn wir nun aber bedenken, dass die menschliche Wissenschaft immer nur allmahlich, aber doch stetig fortgeschritten ist, und dass sogar die obenerwahnte Kenntnis der Zelle erst einige Jahre alt ist, so bleibt, wenn wir augenblicklich auch die Urzeugung nicht erklaren können, denn doch die Möglichkeit, dass der F ortschritt der Wissenschaft uns spater dazu in den Stand setzen werde. Wie wenig wissen wir noch von den Ursachen, welche die eigenartige Zusammensetzung der feinsten leile auch des anorganischen Stoffes, beherrschen! Und sollte auch die menschliche Kenntnis es nie dahin bringen können, so würde dadurch doch nie ein logischer Zwang sich ergeben können, der zu diesem Postulat führte. Herr W. macht hier wieder einen gewaltigen Sprung ins Dunkele hinein, und setzt damit über alle Logik hinweg. Hier tritt namlich auch der Glaube, in diesem Fall der religiöse Glaube, in Aktion, und da nun in

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