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konnten als die höhern, weil auf diese Weise für eine grössere Anzahl Ind.v.duen Gelegenheit zur Existenz geboten würde und somit ware ich dann von raeinem Standpunkt, der im alJgemeinen ant,teleologisch sei, ins Teleologische ausgeglitten Aber was ware das denn noch? Wie doctrinar unmöglich dies Herrn K. auch vorkomme, in der Tat kann man, wenn man auch was fur gewöhnlieh als teleologische Betrachtungswe^se gilt verwirft, doch wohl in gewissem Sinne cinen teleologischen Standpunkt einnehmen; mann muss aber letzteres nur nicht mit dem transcendental teleologischen vervvechseln. Abcr wic dem auch sei, ich habe es nicht so gesagt;

mV tH m V°n dCr aUf Sdte 369-370 in M. S d!

obeffl rh e"h 'Tnung dcs Hcrrn Dr- H- POTONIÉ; bei weniger oberflachhchem Lesen würde dies Herrn K. nicht entgangen

sein. Ich werde es bei diesen Ausführungen bewenden lassen.

Der spnngende Punkt ist, dass ich „ach Herrn K. die Selektion als solche verwerfend, selbst das Entwicklungsprinzip nicht erklart habe.

Nun da hat Herr K. recht. Ich will gerne eingestehen, dass ich den Ursprung des Lebens nicht kenne. Ich habe daruber naturhch wohl d.eses und jenes gelesen, und habe auch wohl einmal daruber nachgedacht, aber von der Urzeugung weiss ich nichts, gar nichts. Ich will gerne meinem Bedauern daruber Ausdruck geben, aber ich glaube doch, dass sogar die kntik, wie es sonst nicht ihre Art ist, mir dies werde verzeihen können; mir sind wirklich sehr wissenschafthche IVIenschen bekannt, die es auch nicht wissen. Ich erbhcke aber darm kernen Grund, mit Herrn Wasmann z. B. als ein wi'ssenschaftliches Postulat die persönliche Schöpfung anzunehmen. Denn davon weiss ich auch nichts. Ich kann somit das Leben nicht erklaren und so auch wieder nicht das eigentliche Wesen des Veranderungsprozesses, den wir Evolution nennen, denn auch dies ist ja offenbar nichts anderes als eine spezielle Form in der sich das Leben offenbart Aber darum brauche ich noch nicht die angebliche Erklarung der Selektion anzunehmen, so lange man diese nicht beweisen oder wenigstens zu einem hohen Grad der Wahrscheinlichkeit erheben kann. Bis dahin namlich

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