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unmöglich, doch mit Rücksicht auf das, was uns die Erfahrung lehrt, vernunftgemass nicht angenommen werden darf. Es hat deshalb nichts Komisches an sich, wenn man erstgenanntme Zufall grossen Wert beilegt und letztgenannten verwirft; so fordert es die Vernunft.

Ich kann hier nun die zweite Auflage der Arbeit Dr. PLATES nicht unbesprochen lassen, wenn ich auch die erste schon behandelt habe. Denn sie ist nicht nur ausfiihrlicher als diese, sondern die in derselben gegen mich gerichteten Angriffe zwingen mich auch des nahern darauf einzugehen. Zudem führt sie in ihrer jetzigen Abfassung zu einer für meine Absichten ausserst bedeutungsvollen Schlussfolgerung. Eine dem Verfasser Schritt für Schritt folgende Kritik ist zwar nicht recht möglich. Seine Arbeit ist dazu in zu starkem Grade durchsetzt mit nicht genügend belegten Wahrnehmungen und auf nichts sich stützenden Sentenzen und Betrachtungen von allerhand Autoren, die jedes ernsten wissenschaftlichen Wertes entbehren, die er gleichwohl aber als Argumente anführt, und so würde man diese eins nach dem andern widerlegen müssen. Überdies beruht die Beweisführung auch wieder grössenteils auf durchaus unrichtigen Ideen über Mimicry im weitesten Sinne des Wortes, über die Einflüsse der Warme und dergleichen, über den Wert von allerhand Experimenten, über Variabilitat, und was deren mehr ist, Fragen, die ich als einen schon überwundenen Standpunkt entsprungen betrachten zu dürfen glaube. Um zu einer regelrechten Kritik dieser Arbeit gelangen zu können, würde man sie erst als Ganzes in einer Siebe solange müssen schütteln können, bis man all diese unnützen Bestandteile ausgeschieden hatte. Aber auch dann würde das übrige für einen grossen Teil auseinanderfallen, denn vieles von diesem Unnützen dient nur dazu als Klebestofïf, die Betrachtungen zusammenzuhalten und zu einer regelmassigen, zusammenhangenden und ernsten Kritik eignet sich, was in der Natur der Sache liegt, ein so auseinandergefallenes Ganze sehr wenig. Hinzu kommt, dass eine solche für meinen Zweck eigentlich nicht mehr in Betracht kommt, wohingegen eine allgemeinere Betrachtung dieser Arbeit weit wichtiger ist. Ich werde mich also darauf beschranken,

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