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es, wie soeben, auch sonst noch hier und da verwerten können. In der Hauptsache jedoch enthalt diese Schrift keine eigenen Gedanken des Autors, sondern bloss eine Rekapitulation der bekannten darwinistischen Romantik und sonstiger irrtümlichcn Begriffe. Alle schon so oft verbreiteten unrichtigen Tatsachen und falschen Auffassungen über Schutz-, Erkennungs-, Trutz-, Warn-, Ekel-, Schreck- und Geschlechtsfarben und das, was der Verfasser Körperauflösung nennt, kurz, über alles was ich unter dem Begriff von Mimicry zusammenfasse, findet man hier wieder, sowohl ohne irgendwelche eigene Kritik, wie auch ohne Erwahnung der dawider erhobenen wissenschaftlichen Bedenken zusammengebracht und auf die bekannte darwinistische Weise erklart. Nur die sexuelle Selektion meint Herr J., ebensowie z. B. WALLACE, doch nicht annehmen zu können, wahrend er wohl noch die bekannte ElMERSCHE Irrlehre der Flecken- und Streifentheorie zu seiner Erklaruyg zur Hilfe ruft. Von Farbenevolution hat er natürlich niemals etwas gehort. Sein Buch gehort denn auch zu den bekannten „Gemeinverstandlichen Darwinistischen Vortrixge und AbhandlungetC' deren Herausgabe nicht sosehr die Förderung wissenschaftlicher Wahrheit bezweckt, als vielmehr die Predigt dessen, was von gewissem orthodoxen Standpunkt als wissenschaftliche Wahrheit angenommen wird, und was man dem Publikum nun als einen wissenschaftlich begründeten Glauben aufzudringen versucht. Die Arbeit steht daher auf dem gleichen Standpunkt wie die der obenerwahnten Jesuitenautoren und hat jetzt, nun die Wissenschaft einen schon weiter fortgeschrittenen Standpunkt erreicht hat, keinen andern wissenschaftlichen Wert als etwa den, welchen man noch immer den Werken BUFFONS zuerkennt. Man kann aus ihm lernen, wie auf einem frühern Standpunkt wissenschaftlicher Entwicklung auch die tachgelehrten über die darin erörterten biologischen Erscheinungen dachten. Der genannte Gelehrte ist jedoch, was leider auch auf diesem Gebiet nicht immer der Fall ist, ein ehrlicher Mann und so drangt ihn die Ehrlichkeit zu folgenden Worten: „Unerkliirt „bleiben für uns noch die Erscheinungen lebhafter 1'arbun„gen bei beiden Geschlechtern innerhalb ganzcr Ordnungen

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