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sich in der Selektionslehre aussert. Auf diese stützt sie sich; mit ihr steht und fallt sie also auch. Wer irgend also Anhanger der darwinistischen Lehre und — da ja dieselbc, wie wir sahen, für nicht wenige zu einer Art wissenschaftlicher Religion wurde — in dem festen Glauben an sie verhartet ist, muss sich auch zu jener psychiatrischen Richtung bekennen. Wer jedoch aus dem Banne des Darwinismus befreit, die Lebenserscheinungen vorurteilslos studiert, wird zu dem Schlusse kommen mussen, dass dieselben sich nicht auf jene mechanische Weise allein erklaren lassen, sondern auch die Annahme einer besondern psychischen Wirkung dazu erforderlich wird. Eine solche entspricht u. a. der Auffassung der nachher, wo ich den Vitalismus besprechen werde, ausführlicher zu behandelnden Gelehrten auf diesem Gebiete, Prof. Dr. S. reinke, Dr. H. Driesch, Prof. Dr. A. Pauly und noch vieler anderer. Aus demselben Grunde konnte ich auch schon in M. S. D. die darwinistische Ansicht nicht teilen und habe ich denn auch in meinen bereits erwahnten Études jene physiologische Psychologie ausdrücklich geleugnet. Alle diese Gegner jener Richtung finden nun also auch W. als ihren Mitkampfer, obschon er gewiss durch einen ganz andern Drang religiöser Art dazu getrieben wird. So ist, weil sie hier namlich nicht allein auf jener religiösen Auffassung beruht, nun auch die in W.' Werk enthaltene Kritik jener Richtung ebenso richtig, wie bedeutend. Das wissenschaftlich Unhaltbare jener Richtung, namentlich auch die irrtiimliche Verquickung des Kausalgesetzes mit dem herrschenden mechanischen Energiegesetze, die kennzeichnend für dieselbe ist, werden in seinem genannten Werke ebenso ausführlich wie klar auseinandergesetzt. Dies fand seitdem in den so bedeutenden Entdeckungen über früher nie geahnte riesige Quelleu latenter Energie eine überaus kraftige Stütze, wenn auch ganz andrer Art, als W. erwartet haben dürfte.

Sowohl durch diese, wie auch durch die von obengenannten Gelehrten dagegen angeführten Gründe, ist nun die betreffende monistische Richtung für mich als ein überwundener Standpunkt erwiesen. Ich halte es darum für vollkommen überflüssig auf dieselbe noch weiter einzugehen und also alle

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