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nicht zu leugnen, ich werde spater darauf noch im besondern zurückkommen, dass der Ausdruck Evolution bei den Anhangern der Biologie zwar wohl viel gebraucht und zur Not auch als Schlagwort angewandt wird, dass jedoch der Forderung, alle Lebenserscheinungen immer aus einem wirklich evolutionistischen Standpunkte betrachten zu mussen, bei ihnen meistens in vielen Punkten noch nicht entsprochen wird. Dennoch können jene ohne denselben unmöglich verstanden werden. Dies geht auch hieraus hervor; nur wenige der vielen von W. in seinem Werke besprochenen biologischen Schriftsteller tragen, was die Behandlung dieses Gegenstands betrifft, dem Evolutionsprinzip Rechnung, und wenn sie es tun, auch dann in einem meines Erachtens nicht genügenden Masse.

Aber diesen wissenschaftlich einzig möglichen Weg schlagt W. natürlich nicht ein. Wo der Schluss der Beweisführung a priori feststehen muss, kann man eben denselben nicht von den ungewissen Resultaten einer ernsten Untersuchung abhangig sein lassen, sondern muss man seine Zuflucht zu eine Advokatenrede nehmen. So macht er es auch jetzt wieder und zieht dabei alles heran, was nach seiner Meinung seinem Zweck dienen könnte, ohne sich um den Wert der von ihm benutzten Mittel viel zu kümmern. Gerne sucht er dabei, da dies einen gewissen Schein von Wissenschaftlichkeit mit sich bringt, seine Stütze in der vergleichenden Psychologie, obgleich doch alle altere Psychologie von einem so beschrankten Standpunkt menschlicher Erkenntnis auf biologischem Gebiet ausgeht, dass sie sich jetzt nur noch in sehr geringen Masse für die wissenschaftliche Behandlung irgendeines Gegenstands auf diesem Gebiet eignet, und die neuere, die der Psychiater, ganz auf der rein physiologischen Grundlage beruht, die auch er selbst für falsch erklart. Nun muss notwendigerweise eine sich auf dergleichen Voraussetzungen gründende vergleichende Psychologie aller Bedeutnng entbehren, aber dessen ungeachtet wirft er jedesmal dem, der sich nicht um diese psychologischen Theorien KÜiïïinerl, Mangel an psychologischer Schulung vor.

Von vornherein nimmt er weiter die landlaufige Meinung

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