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muss also immer ein Unterschied bestehen in der Entwicklungsgeschichte aller Individuen, wie klein er auch sein moge. Sogar bei parthogenetisch erzeugten Individuen werden wenn sie auch gleichzeitig mit vielen andern zur elt gekommen sind, die mütterlichen Eigenschaften nicht bei allen vollkommen in demselben Masse vorhanden sein und wird auch die embryonale Bildung bei dem einen wohl unter einigermassen andern Einflüssen vor sich gehen, als bei dem andern. Stets wird die Difïferenz auftreten' die nach weismann eine Folge der ererbten Ungleichkeit ist, eine Polge der Ascendentenmischung der ersten Keimablage eines Individuums, sowie der von Haeckel nachgewiesenen, ungleichen Einflüssen von Ernahrung und Druck auf die jüngsten Eizellen im Eierstock eines Tieres. Jeder Samen einer Pflanze muss irgendeinen Unterschied mit jedem andern aufweisen, und dasselbe muss der Fall sein mit dem daraus entstehenden neuen Pflanzchen. Überall soweit wir unsre YVahrnehmung ausdehnen können, beobachten wir dies. Darum kann denn auch die starkste Inzucht, wie sie sich z. B. bei den Bienen zeigt, wie Darwin schon' bemerkte, die Entstehung individuelier Unterschiede nicht verlundern. Wohl aber werden hierbei kleine Unterschiede immer bei weitem öfter sein mussen als grössere, auch hier jedoch nicht, weil irgend ein geheimnisvolles Gesetz oder Regel hierbei waltete, sondern weil auch die Faktorcn, deren Einwirkung diese Verschiedenheit herbeiführten, im alloniemen bei den einzelnen Individuen keine grosse Abweichung aufgewiesen haben werden.

Wie allgemein dies übrigens vorkommt, zeigt die in letzter behufs Wiedererkennung von Verbrechern übliche Untersuchung der Fingerabdrücke. Nur in einem von 64000 Milhonen Fallen soll Gleichheit .in den Linien der Fingerspitzen zwischen zwei Menschen wahrscheinlich sein.

Aber nicht nur wahrend ihrer Entstehung sind die lebenden Wesen Einflüssen ausgesetzt, die für jedes einzelne Wesen verschieden sind, ihr ganzes Leben hindurch findet ..asselbe auf zahllose Weisen statt. Der Unterschied 111 der Ernarung, wodurch das eine Individuum sich kraftiger entwickelt

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