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diesem Punkte ofifenbar schon weiter fortgeschritten ist als die andere, obgleich beide doch nur ein kleines Stiick auf diesem Wege zurückgelegt haben. Wie ist es möglich, auch hierbei an etwas Andres als an einen allmahlichen Fortgang dieses Prozesses zu denken? Auf S. 67, 68 von M. S. D. sprach ich über die Bedeutung des schwarzen, hakenförmigen Streifens am Vorderrande der Vorderflügel bei den Qijeiniger Rassen von Pap. Dardanus Brown. (Merope Cram.). Was Anderes sieht man denn da als eine allmahliche Zunahme des schwarzen Pigments, sodass hierdurch schliesslich das Aussere jenes Falters sich ganz verandert? lm Genus Hebomoia zeigt uns die Farbenevolution in den verschiedenen Formen der Falter ebenso deutlich nichts Anderes als einen immer ungleichen, aber doch allmahlichen Verlauf des Umwandlungsprozesses. Denn, wie ich bereits öfters betonte, WEISMANN bemerkte schon vor langem mit Recht, dass den' I" arbenveranderungen der Schmetterlinge keine andern Ursachen zugrunde liegen, als denen der Form. Wie liesse sich sonst die Tatsache erklaren, dass, wo einige Q Q — wie es sich auch bei Antocharis cardaminis L. zeigt — den roten Flecken auf der Oberseite der Vorderflügel verloren haben, die bei den cf cf noch vorhanden ist, es deren auch noch giebt, welche an derselben Stelle noch Relikte eines solchen Fleckens aufweisen ? Oder wie will man den gelben Querstreifen auf der Oberseite der Vorderflügel von H. Glaucippe L., die dort die Grenze zwischen dem Weiss uud dem Rot anzeigt, anders verstehen als einen letzten Rest jener Phase im Verblassungsprozesse des Rot an dieser Stelle, als es noch nicht, wie jetzt, schon weiss, sondern erst gelb geworden war? Uberall weisen doch bei den Lepidopteren die so zahlreichen Farbenrelikte, wie auch z. B. die sogenannten Schwanze der Tagfalter darauf hin, dass der Veranderun«rSprozess nicht auf plötzliche Weise zustande kommt.

Der Polymorphismus vieler Schmetterlinge, der besonders in der Indo-Australischen Fauna so stark auftritt, zeigt uns evolutionelle l<arben- und Formverandcrungen, die ganz uerselben Art sind wie die, welche de Vries als Mutationen betrachtet. Nur finden sie innerhalb derselben Art

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