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das, was m.r zufalligerweise im Laufe meiner lepidopteroIogischen Studiën sich aufdrangte und mich selbst auf diese Weise angeleitet hat, n.1. das Studium des evolutionellen Prozesses, bei dem das sogenannte Horn der Sphingidenraupen schwindet Denn nur bei diesen Insektenformen kann man, weil in ihrer Entwicklung die Ontogenese die phylogenetischen Stadiën so deutlich wiederspiegelt — eine Tatsache an der jcmand der einmal dieses Studium gemacht hat, nicht mehr zweifeln kann - den Verlauf der evolutionellen Veranderungen quasi-embryogenetisch bei demselben Tiere und somit: in ununterbrochener Fortgang beobachten. Obgleich das Materral zu diesem Studium in Europa keineswegs so re.chl.ch und leicht zu beschafifen ist, wie in vielen tropischen Landern, konnen doch auch dort durch Züchtung von einigen dieser Raupen und das Studium der verschiedenen durch die Hautungen getrennten Entwicklungsstadien, die sie durchmachen, die ersten Beobachtungen in dieser Hinsicht gemacht werden, wobei dann die allmahlige Veranderung jenes sogenannten Horns ins Auge gefasst werden muss. Wenn dies erst einmal am natürlichen Material selbst beobachtet worden ist, so kann dann in Ermangelung von Material oder Gelegenheit auch mit Hilfe guter Abbildungen jener Prozess we,ter studiert werden. Noch besser würde dies an sorgfaltie prepanerten aufgeblasenen Raupen oder an naturgetreuen Modellen geschehen können, wenn diese, wie es jetzt in so grossem Umfange hinsichtlich der Pflanzen und deren Organe stattfindet, zu dem Zweck angefertigt würden. Wenn man einmal diese Schule durchgemacht hat, wird man noch weiter die Spuren vieler dergleichen Evolutionen auffinden und auf diesem Wege in die Kenntnis des Evolutionsprozesses eindringen konnen. Abgesehen von dem Prozesse der Farbenevolution bei den Sphingidenraupen, welcher derselben Natur ist wie derjenige der Atrophie ihres sogenannten Horns, jedoch auch hier keineswegs so deutlich, wird man diesen Vorgane nirgends in der Weise an ein und demselben Individuum beobachten konnen, wie bei den Schmetterlingsraupen mit ihren so scharf getrennten Entwicklungsstadien. Anderswo t man von diesen Stadiën bloss Resten, wie solche in

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