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ordnet diesem jede wissenschaftliche Betrachtung unter. Aber, wenn es nun auch wahr sein kann, was haeckel behauptet, dass Reinke voll festen evangelischen Kirchenglaubens seij der tatsachlich nicht nur dem Katholizismus, sondern sogar oft dem Jesuitismus nahe verwandt ist, so zeigt sich mir aus dem obenangeführten Werke dieses Gelehrten dennoch nicht, dass auch seine wissenschaftlichen Anschauungen dermassen unter dem einseitigen Einfluss dieses Glaubens stehen, und treffe ich darin auch nicht, wie Haeckel vorgiebt, mystische Deduktionen an, abgesehen von dem, was den Anfangspunkt angeht, wo auch er eine Schöpfung annimmt. Aber, wenn dies nun auch allerdings einen Kardinalpunkt betrifft, so wird dadurch an sich die Kraft seiner wissenschaftlichen Anschauungen gegenüber der maschinellen Auffasssung des Darwinismus nicht beeintrachtigt, da er diese nicht darauf, sondern auf andere Argumente gründet. Übrigens kommt mir Haeckels Naturgott oder monistischer Gott, als allumfassendes Weltwesen, mit der Materie zur ewigen und unendlichen Substanz verbunden, auch noch zu pantheistisch vor. Auch in der pantheistischen Anschauungsweise erblicke ich noch immer die einer Persönlichkeit. Die allgemeine Substanz ist für mich ein Ding und kein Wesen. Sie kann, meiner Meinung nach, nur aus Materie bestehen, wiewohï nicht nur aus raumlicher Materie.

Ich kann mich nun mit einer derartigen Auffassug des Lebendigen, wie die der genannten Gelehrten ist, nicht efnverstanden erklaren. Die Existenz einer allgemeinen, bewussten, kosmischen Intelligenz zeigt sich mir aus nichts. Im Gegenteil, Umstande wie dieser z. B., dass evolutionelle Prozesse, indem sie exzessiv werden, bisweilen einen dem Organismus schadlichen Charakter erhalten, ja wahrscheinlich sogar das Aussterben vieler Arten herbeigeführt haben, scheint meines Erachtens darauf hinzuweisen, dass dabei von einer allgemeinen, festen und daher notwendigerweise andauernden intelligenten Regelung nicht die Rede sein kann. Auch die von Reinke selbst aufgeführten Mangel in der Organisation des menschlichen Auges lassen sich bei einer solchen Auffassung nicht erklaren. Übrigens erscheint, wie wir spater

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