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II 455) meint, es seien in den Zeiten, als man noch keine gebahnten Wege hatte, von den Reisenden selbst aufgeworfene Wegweiser. Liebrecht dagegen (Zur Volkskunde 271) halt sie fiir alte Grabmale, weil Pausanias bisweilen auf Grabern liegende Steinhaufen erwahnt, vgl. Paus. X 5, 4: kx) tx toü

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§ 77. Nach der Ansicht Bernhard Schmidt's') haben wir die Hermaia mit den Fluchmalen der heutigen Griechcn zu identifizieren. Wer an einem solchen Steinhaufen vorübergeht, wirft einen Stein auf ihn und sagt: „Fluch über ihn"1). So widmeten, wie Schmidt meint, auch die primitiven Griechen durch symbolische Steinigung einen verhassten Menschen dem Hermes oder kxtoxos, dem göttlichen

Racher. Die Worte des Eustathios: „/SasAAoi/Tf? olov èxslvov htóot?" (zu Od. ?r 471, siehe oben § 75) führt er an zum Beweise, dass die Griechen in der That eine symbolische Steinigung kannten. Spater, als Hermes auch als Schutzgott der Wege und der Reisenden galt, seien jene Steinhaufen seine Altare, und das Werfen der Steine, früher eine Verfluchungsformel, ein von den Vorübergehenden dem Gotte dargebrachtes Opfer geworden; dass sie aber zum Teil ihre wahre Bedeutung behielten, zeige die heutige Sitte der Griechen. Auch die auf den Grabern liegenden Steinhaufen

1) Bernhard Schmidt, Steinhaufen als Fluchmale, Hermesheiligtümer und Grabhügel in Griechenland. Jahrb. f. Philol. 1893 (T. 147), 369—395.

2) Vgl. Sakellar. kt/7rpiXK. ii 44: xvxMei/XTOupiv, tÓ' xv&Qe/xx koiv. %toi <rupo$ Ai'Qwv rx*1l*XTi%ói/.€vo<; vro tüv xupiKÓüv (auf Kypros) èv roti$ rpió$oi$ irpd$ xluvtov xvxdsizxTia-pcóv tov x$tKvjrxvTO<; cturovq.

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