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Aegypten und die Bibel

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Urgew&ssers aufgefasst warde, als der Ort, wo der Lichtgott Ra aus dem Schlunde des Nun, in dem er gebildet wird, hervorgeht').

Eia Beweis für die Richt igkeit dieser Auffassung liegt in der Erzahlung von dem Vertrag, den Abraham und der König Abimelech beim Brunnen von Beerseba schliessen (Gen. 21, 22 ff.). Abraham muss dem Abimelech schwören, dass er gegen ihn und seine Yerwandten nie treulos handeln sondern sich freundschaftlich erzeigen werde, wie Abimelech sich gegen Abraham gezeigt habe. Abraham wird als der eigentliche Eigentümer des Brunnens anerkannt, er ist ja = Nun = das TJrgew&sser. Aber der König Abimelech, der hier wieder als der Reprasentant des Königs Ra erscheint, hat die Freundschaft und Hilfe des Abraham = Nun nötig, denn der letztere muss ihn t&glich in seinem Schlunde bereiten und ihn aus dem Urgewftsser emporheben, damit er mit den andern Göttern, wie Qeb und Schu, seine Herrschaft wieder antreten kann. Die biblische Erzahlung schliesst in Gen. 21, 33 mit den Worten: „Er (Abraham) aber pflanzte eine Tamariske zu Beerseba und rief daselbst den Namen Jalives an, des ewigen Gottes." Der Baumcultus ist in Aegypten zu Hause. Die Aegypter opfeilen unter ihren heiligen Biiumen2) und hatten solche auch in ihren Tempeln (cf. z. B. 353). In unserem Falie aber, d. h. weil der Baum von Abraham = Nun gepflanzt wird, dürfte man an die Sykomore der Nut zu denken haben, einen Baum von smaragdgrüner Farbe, aus dessen Mitte der Lichtgott Ra zura Vorschein kommt, wandelnd über der Wolkenregion (173). „Ganz im Osten der infernalischen, unteren Hemisphare, da wo sie sich mit der Oberwelt berührt, in der Niihe des Sonnenthors, steilte man sich jenachdem eine Sykomore, ein Sykomorenpaar oder einen Sykoinorenhain vor, welcher der Himmelsgöttin Nut geheiligt und inmitten eines

1) Auch der Mörissee wurde als eiu Werk des Nun au der Spitze der Ogdoas aDgeseheu (Brugsch, S. 157. 148. 155), und in der Sage von der Vernichtung des Menschengeschlechts erscheint Nun von Ka über allo Löcher der Erde gesetzt (Wiedemann, S. 36 unten).

2) Maspero, a. a. O. S. 121 f. cf. auch Lange bei Saussaye '2, I, S. 153.

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