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Aegypten und die Bibel

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Erzilhlung von den Hirten Isaaks die Rede ist, so heisst Tammuz selber „der Hirte'', und wenn dort das Brunnengraben eine so grosse Rolle spielt, so entspricht dem, dass Tammuz selbst den Titel: „Herr der Wasserwohnung" führt.

Aber auch auf den Schluss der Erzilhlung, darauf dass Isaak schliesslich nach Beerseba komint, hier einen Brunnen grabt und von Abimelech, der zu ihm kommt und mit ihm ein Bündnis schliesst, als der Gesegnete Jahves anerkannt wird, wirft die Gleichsetzung Isaaks mit Tammuz ein helles Licht.

Beerseba, der Brunnen im Osten, ist der Ort des triumphirenden Wiedererstehens des Isaak-Tammuz, won wo der Frühlingssonnengott aufs Neue seinen wenn auch kurzen Siegeslauf beginnt. Wenn er von da ausgeht in seiner Kraft und Pracht, erweist er sich als den Gesegneten des Herrn. Das Bündnis aber, das hier der König Abimelech mit ihm schliesst, erklitrt sich sofort, sobald man erkennt, dass Abimelech im Unterschied von Tammuz, dem Gott der Friihlingssonue, der eigentliche Sonnengott ist, der mit dem Gott der Frühlingssonne zuniichst in Frieden und Freundschaft lebt, mit ihm verbündet oder gewissermassen selbst identisch ist — daher die Reise Abimelechs zu Isaak nach Beerseba — und erst spater als Gott der versengenden Sonnenhitze sich gegen ihn kehrt und ihn zum Weichen und Vergehen bringt. So reprasentirt Abimelech in gewissem Sinn den machtigeren Gott und als solcher erscheint ja auch Abimelech, nicht bloss sofern er Landeskönig überhaupt ist, sondern auch sofern er Isaak zwingt, das Land zu verlassen, und selbst spiiter bei dem Bündnis, sotern er es ist, der dem Isaak dieses Bündnis antriigt.

Trotz dieser von dem babylonischen Frühlingssonnengott Tammuz auf Isaak übertragenen Züge bleibt es übrigens dabei, dass Isaak im Grunde d. h. von Hause aus doch nichts anderes ist als der aegyptische Sonnengott Ra, der Sohn des Nun und der Nunet. Das zeigt sich auch im Weiteren nicht bloss daran, dass Isaak schliesslich ebenfalls zu Mamre wohnend gedacht wird (Gen. 35, 27—29), dem Ort,