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Aegypten und die Bibel

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aus, dass hier ursprünglich eine Segnung Esaus durch Isaak berichtet war, und dass man zu einer künstlichen Correktur dieser ursprünglichen Ueberlieferung seine Zuflucht nehmen musste, um Jakob an die Stelle des P^sau zu setzen. In der Erzahlung, dass Isaak, da er alt ward, seinen Sohn Esau segnen wollte, dass dieser die hiezu nötigen Vorbereitungen traf, und dass er dann schliesslicli aucli einen Segen, wenn aucli nach dem heutigen Text nur einen Nebensegen, bekam — in diesen Zügen haben wir noch die lteste des ursprünglichen üerichtes.

Von hier aus fallt nun aber auch ein kritisches Licht auf die Erziihlung von der Geburt des Esau und Jakob als der Söhne Isaaks aus Rebekka. Denn diese Erzahlung mit dem Bericht, dass Esau und Jakob Zwillinge waren, dass ferner die Zwillinge im Mutterleib gegeneinander stiessen, und dass bei der Geburt Jakob die Ferse des Esau festhielt, sowie mit der Prophezeiung, dass der Grössere dem Kleineren dienen soll, tendirt bereits auf die spiitere Erziihlung vom Uebergang des vaterlichen Segens von Esau auf Jakob. Ist nun diese letztere Erziihlung nicht ursprünglich, so gilt dies auch von der ganzen Erziihlung von Jakobs Zwillingsgeburt mit Esau.

Jakob erscheint nun aber in der Erziihlung der Genesis doch noch mit anderen Banden an die Familie von Isaak und Rebekka gekettet zu sein. Laban, der Vater von Jakobs Frauen Lea und Rahel, soll der Bruder von Rebekka, der Tochter Bethuels, des Sohns von Nahor, gewesen sein. Allein in der Erzahlung von Jakobs Heirat in Gen. 29 ist von Bethuel gar keine Rede, und wird Laban selbst unmittelbar ein Sohn Naliors genannt (Gen. 29, 5). Und umgekehrt komrnt in den Stammbiiunien von Abrahams und Iiebekkas Familie, Gen. 11, 27 ff. und Gen. 22, 20 ff., Laban nirgends vor. Allerdings tritt Laban dann in der Geschichte von Rebekkas Heirat auf, aber es ist leicht zu sehen, dass der Name hier nur kiinstlich eingesetzt ist. Rebekka wird in dieser Erzahlung wiederholt die Tochter Bethuels genannt (Gen. 24, 15. 24. 47). Aber warum tritt Bethuel dann in der Angelegenheit seiner Tochter und in

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