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Aegypten und die Bibel

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Trost und Hoffnung suchend nach dem Himmel gerichtet, hald wie verzweifelnd niederwarts gebeugt (224). Tch meine: es liegt nahe, in diesem gel>ogenen, gekrümmten oder lahmen Gott Qeb das Urbild des verrenkten, hinkenden -Jakob zu erkennen.

Die alttestamentliche Erzahlung ftlhrt die Verrenkung von Jakobs Hüfte zurück anf einen Kampf, den Jakob in deiNacht init Gott gehabt habe, und dieser Gott wird ara Schlusse der Erzahlung deutlich als Sonnen-oder Lichtgott charakterisirt. Wenn wir nun auf den Abbildungen (z. B. bei Brugsch S. 210.578) sehen, wie Qeb gekrümmt oder verrenkt ara Boden liegt zu den Fiissen des die Himmelsgöttin Nut stützenden oder emporhebenden Gottes Schu, so erweckt schon diese Abbildung den Gedanken an einen Kampf, der vorher stattgefunden hat, und zwar an einen Kampf zwischen Qeb und Schu. Schu ist namlich der Erheber des Himmels und zugleich der Stellvertreter und das Bild das Sonnengottes Iia selbst, die neue Sonne, die von der alten eingesetzt ist '). Und nach dem Mythus ist es dieser Gott Schu, der die Hiranielsgöttin Nut, die in der Nacht auf der Erde d. h. dem Gotte Qeb zu ruhen scheint, gegen Morgen mit Gewalt von ihrem Gemahle scheidet 2), so dass nun die Sonnenstrahlen durch den Luftraum fallen können. Wenn die alttestamentliche Erzahlung dies vorstellt als einen nachtlichen Kampf Jakobs mit Gott, als einen Kampf, nach dessen Beendigung die Sonne aufgeht, so tliut sie dies ganz im Sinn der aegyptischen Mythologie 3). CJnd wenn nach der alttestamentlichen Erziihlung Jakob Gott nicht loslasst, ehe er ihn geseguet hat, so bietet auch dazu der aegyptische Mythus die Erklarung an, sofern der Sonnenstrahl, so feindlich er sich zunachst gegen das intime Verhaltnis zwischen Himmel und Erde zu erweisen scheint, eben doch wieder zu einem Segen für die Erde wird.

1) Wiedemann, a. a. O. S. 18. 36. 151; Brugsch, a a. O S. 717. 718. 719.

2) Maspero, S. 160. 167.

3) Maspero, S. 128 f. 167. 140.