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Benoni, Sohn des Leids, der Trauer genannt. Sein Vater aber nannte ihn Benjamin, Sohn der rechten Seite (Gen. 35, 18). Der Name des andern, reichgesegneten, Lieblingssohnes, Joseph, bedeutet dagegen nach Gen. 30, 24, von rpi abgeleitet, „möge er hinzufiigen" (Juss. Hiph.), oder „der hinzufügt" (Part. Qal). Entsprechen nun diese beiden Lieblingssöhne des Jakob ihren Namen nach nicht genau jenen beiden Seiten des Qeb, der zur Rechten urakommend zu Trauer und Klage Anlass gibt, aber zur Linken wieder neu ersteht? Und weiter, wenn Joseph und Benjamin die beiden Seiten des Qeb = Jakob selbst sind, erklart sich dann nicht, dass sie dem Jakob ain n&chsten stehen, unter sich eng zusammenhangen und den übrigen Söhnen des Jakob gegenüber eine besondere Gruppe bilden?

Mit jener Vorstellung von Qeb scheint aber noch eine andere Erzahlung einen Zusammenhang zu verraten, die Erzahlung namlich von der Adoption und Segnung der Söhne Josephs durch Jakob in Gen. 48. Joseph stellt seinen Erstgeborenen Manasse an Jakobs rechte, den Jüngstgeborenen Ephraim an Jakobs linke Seite. Aber der zur Linken stellende Jüngste bekommt den Hauptsegen, der zur Rechten stellende Aeltere den Nebensegen, und darum kreuzt Jakob seine Hande und segnet den zur Linken stehenden Ephraim mit der rechten, den zur Rechten stehenden Manasse mit der linken Hand. Wenn die Erzahlung bloss bezweckte, den Ephraim als den mit dem Hauptsegen Bedachten hinzustellen, so batte das mit viel einfacheren Mitteln erreicht werden können. Aber gerade dies, dass die Erzahlung sich so umstandlich mit der Stellung von Manasse und Ephraim und mit dem Verfahren von Jakob beschaftigt, und dass so nachdrrtcklich die Aufmerksamkeit darauf gelenkt wird, dass gerade der zur linken Seite von Jakob Stokende durch die Kreuzung der Hande Jakobs den eigentlichen Segen mit der rechten Hand bekommt, scheint uns darauf zu weisen, dass hier ein besonderer mythologischer Zug berücksichtigt ist, ein Zug, der gerade in der obenangeführten Mitteilung Plutarchs seine Erkliirung tindet.

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