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sie abzuwehren hat, liesse sich bereits auch die Bezeichnung „Hirte" (Israels) erklaren.

Aber der Name „Hirte bekommt noch eine speciellere Erklarung durch eine Stelle aus dem Mythus von der Himmelskuh, wo der Gott Schu ausdrücklich vom Gott Ra zum „Hirten", niimlich der Himmelskuh Nut, bestellt wird. Die Stelle ist diese: „Ra dit: Mon fils Shou jdace t.oi sous ma fille Nouit, et, veillant pour moi sur ces étais-ci et sur ces étais-l&, qui vivent dans le crépuscule, maintiens-la au-dessus de ta tête et sois son pasteur!" ') Gerade als der Hirte am Himmel scheint der Gott Jakobs auch in Gen. 49 aufgefasst zu sein, vveun dem Joseph hier Hilfe verheissen wird „von dort, wo der Hirte".

Aber der Gott Jakobs wird nun weiter der „Stein" Israels genannt, und dass dies nicht bloss in bildlichem Sinne zu verstehen ist, sondern zunachst buchstablich, das beweist eben der Steincultus, der in der Geschichte Jakobs so in den Vordergrund tritt. Wenn Jakob beim Vertrag mit Laban (Gen. 31, 44 ff.) einen Denkstein errichtet und seine Brüder einen Steinhaufen zusammentragen lasst zum Zeichen, dass Gott Zeuge ist zwischen beiden Parteien, so beweist schon diese Erzahlung, dass der Stein oder der Steinhaufe angesehen wird als der Reprasentant des zum Zeugen angerufenen Gottes. Aber noch signifikanter sind die Erzahlungen in Gen. 28, IS ft.; 31, 13. 45; 35, 14. 15. Wenn Jakob hier den Stein, der ihm den Traum vermittelt hat, oder wo ihm Gott erschienen ist, mit Oei salbt oder ihm ein Trankopfer spendet und den Ort bezw. den Stein Bethel heisst, so wird offenbar das göttliche Numen in dem Stein gegenwartig gedacht. Die Beziehung von Steinen zur Gottheit kann man sich auf verschiedene Weise vermittelt denken. Als ein Bild roher Kraft oder als mit roher Kraft dahin oder dorthin geworfen kann ein Stein oder I elsblock als Symbol oder Repriisentant eines starken Gottes erscheinen, wie der unbehauene Stein zu Hyettos „nach alter Weise" den Herakles darstellen sollte!) Von

1) Maspero, p. 169.

2) 1'yior, Die Anfange der Cultur, Leipzig, Winter, 1872, I[, S. 165.

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