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dieser Erwagung aus könnte man den Steindienst des Jakol) = Qeb auf seinen Vater, den Gott Schu, beziehen, da dieser, wie gesagt, der starkste imter den Göttern ist. Doch lftsst sich die Sache wohl noch anders und besser erkliiren. Wenn Sanchuniathon einmal vom &tös Ovyavog BanvXia, u'i/ovg e'/iiipv/ovg /ur^^avr^a/utvos redet, so hat Tylor gemeint, dass dies vielleicht auf Meteoriten oder vermeintliche Donnerkeile sich beziehe, die aus den Wolken herabgefallen seien '). Auch hienach könnte gerade Schu als Object des Steincultus aufgefasst werden, da Schu der Gott der Wolkenregion ist (481). Aber soweuig als jene scheint uns diese Vorstellung zu erkliiren, warum die Gottheit gerade dem Steine einwohnend gedacht wird. Dies liisst sich dagegen verstellen, wenn man davon ausgeht, dass hartem Gestein Feuerfunken zu entlocken sind. Damit mag es zusammenhangen, dass diese Steine zur Sonnengottheit in Beziehung gebracht wurden, und dass man diese Gottheit in solchen Steinen Wohnung nehmend sich dachte2). Auf eine derartige Vorstellung scheinen die Obelisken zu weisen, die stets eine Anspielnng auf die Sonnennatur eines Gottes bilden (255). Und mit den Pyramiden verhalt es sich ebenso. Obelisken und Pyramiden erschienen den Aegyptern als das versteinerte Gleichnis des himmlischen Lichtbronns, der von der Sonnenscheibe ausgehenden Strahlen (261. 2(56). Den Obelisken und Pyramiden liegt ursprünglich wohl auch der einfache Stein zu Grunde, in dem man den Sonnengott einwohnend sich vorstellte, und es ist nur ein weiteres Entwicklungsstadium des Steincultus, wenn man statt des einfachen Steins in Nachahmung der Sonnenstrahlen Obelisken und Pvramiden errichtete. So salbt Jakob in Bethel einen einfachen Stein (Gen. 28, 18; 35, 14), wahrend der Steinhaufe, den er in Gen. 31. 4(5 aufrichtet, schon eine Steinpyramide in primitiver Form darstellt. Und dass der Stein Jakobs gerade zur Sonnengottheit in Beziehung steht, scheint mir die

1) a. a. O. S. 166.

2) Vgl. hiezu i. B. das Feuer aus dem Felsen, das Gideons Opfer verzelirt,

Ri. 6, 21.

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